Schulden-Rückzahlung
Argentinien einigt sich mit Schuldnern

Die Finanzmärkte haben auf die Ankündigung der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner, die Schulden Argentiniens beim Pariser Club in Höhe von 6,7 Mrd. Dollar bald zu tilgen, positiv reagiert. Unterdessen bezweifeln immer mehr Experten, dass Argentinien im nächsten Jahr seine Schulden in Höhe von 18 Mrd. Dollar zurückzahlen kann.

SAO PAULO. Der Pariser Club ist ein informeller Zusammenschluss von Gläubigerstaaten wie den USA, Russland, Deutschland, Frankreich sowie Italien und Japan.

"Die Rückzahlung wird die Kreditwürdigkeit Argentiniens im Ausland verbessern", meint Pablo Morra von Goldman Sachs. Der Präsidentin dürfte die Entscheidung schwer gefallen sein: Denn seit Jahren weigert sich Argentinien die staatlichen Schulden zu tilgen, weil die Einigung mit dem Pariser Club unter Federführung des Internationalen Währungsfonds stattfinden soll. Bei diesem hat die Regierung unter ihrem Vorgänger und Ehemann Néstor Kirchner vor drei Jahren ihre Schulden abbezahlt und seitdem keine Verbindung mehr mit der verhassten Organisation unterhalten.

Die zunehmend schlechte finanzielle Situation Argentiniens dürfte Cristina Kirchner gezwungen haben, die Stimmung unter den Investoren zu verbessern. Denn auf den Finanzmärkten kommen Zweifel auf, wie Argentinien im nächsten Jahr seine Schulden in Höhe von 18 Mrd. Dollar tilgen soll. Nachdem Ratingagenturen die Bonität Argentiniens im August herabgestuft hatten, sind die Zinsaufschläge auf Argentinien-Anleihen auf jetzt rund 678 Punkte über vergleichbaren US-Anleihen gestiegen.

Alexander Busch
Alexander Busch
Handelsblatt / Korrespondent Südamerika
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