Schuldenkrise
Euro profitiert nicht von Dollar-Schwäche

In Zeiten der Schuldenkrisen sind sichere Anlagen gefragt. Dabei stehen Bundesanleihen und Franken hoch im Kurs. Die USA müssen weiterhin um ihr "AAA"-Rating zittern.
  • 0

Die Schuldenkrisen in den USA und einigen Euro-Staaten haben den Bedarf an sicheren Geldanlagen am Mittwoch weiter erhöht. Einige Anleger griffen zu Bundesanleihen und trieben damit den Bund-Future bis zu 88 Ticks in die Höhe auf 129,22 Punkte. Auch der Run auf Schweizer Franken blieb ungebrochen: Der Dollar markierte mit 0,7989 Franken den dritten Tag in Folge ein Rekordtief. Zur japanischen Währung rutschte er auf ein neues Viereinhalb-Monats-Tief von 77,54 Yen.

„So lange der Streit um die Anhebung der US-Schuldengrenze anhält, wird der Dollar unter Druck bleiben“, sagte Devisenstratege Niels Christensen von der Nordea Bank. „Niemand will derzeit Dollar halten.“ Der Euro konnte dagegen als eine der wenigen Währungen nicht von der Dollar-Schwäche profitieren. Er kostete mit 1,4430 Dollar rund einen dreiviertel US-Cent weniger als zum New Yorker Vortagesschluss. Wie bereits in den vergangenen Tagen trübten die Zweifel vieler Anleger an der Nachhaltigkeit des Rettungspaketes für Griechenland die Stimmung, sagten Händler.

Die Nervosität der Anleger ließ sich auch am Markt für Credit Default Swaps (CDS) ablesen: Die einjährige Versicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets an US-Anleihen gegen Zahlungsausfall kostete mit 85.000 Dollar so viel wie noch nie.

Seite 1:

Euro profitiert nicht von Dollar-Schwäche

Seite 2:

"AAA"-Rating der USA steht auf der Kippe

Kommentare zu " Schuldenkrise: Euro profitiert nicht von Dollar-Schwäche"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%