Schuldenkrise: Investoren flüchten aus Ungarn

Schuldenkrise
Investoren flüchten aus Ungarn

Ausfallversicherungen für ungarische Staatsanleihen schießen hoch, und die Währung stürzt ab. Ohne Hilfe von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit.
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Frankfurt Der Kurs der ungarischen Regierung hat am Mittwoch die Furcht vieler Anleger vor einer Zahlungsunfähigkeit des Landes geschürt. Wegen umstrittener Verfassungsänderungen wollen derzeit weder die Europäische Union noch der Internationale Währungsfonds die Verhandlungen über Hilfskredite wieder aufnehmen. Vielmehr erwägt die EU die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Budapest, wie am Dienstag in Brüssel bekannt wurde. IWF-Chefin Christine Lagarde wird am 11. Januar einen Abgesandten der Regierung zu „informellen Sondierungen“ empfangen. Doch ohne Beteiligung der EU wird sich auch der IWF nicht auf Kredit-Verhandlungen mit Ungarn einlassen, betonten Analysten.

Ungarn benötigt aber dringend frisches Geld, um die eigenen Finanzmärkte zu stützen. Viele ungarische Lokalregierungen und Privatleute, die in den vergangenen Jahren Fremdwährungskredite aufgenommen haben, sind wegen des rapiden Kursverfalls des Forint überschuldet. Die Absicherung eines zehn Millionen Forint schweren Pakets ungarischer Staatsanleihen per Credit Default Swap (CDS) verteuerte sich am Mittwoch um 39.000 auf 686.000 Forint.

Damit markierten die Versicherungsprämien den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch. Parallel dazu stiegen die Risiko-Aufschläge für die auf Dollar lautenden Staatspapiere um 39 auf 677 Basispunkte - ebenfalls ein Höchststand. Im Gegenzug rutschte der Leitindex der Budapester Aktienbörse um 2,2 Prozent ab.

Auch die ungarische Währung setzte ihre Talfahrt fort. Vor dem Hintergrund der unberechenbaren Wirtschaftspolitik der Regierung des Rechts-Nationalisten Viktor Orban fiel die Währung des Donaulandes am Mittwoch auf einen historischen Tiefststand gegenüber dem Euro. Auf den Märkten waren in den Vormittagsstunden für einen Euro bis zu 319,81 Forint zu bezahlen. Analysten begründeten den Kurssturz mit der Ungewissheit über einen von Ungarn dringend benötigten Notkredit von Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU).

Am Dienstag waren in Budapest Meldungen aus Insider-Kreisen aufgetaucht, wonach die Regierung Orban in Wirklichkeit gar keinen - mit strengen Auflagen verknüpften - IWF-Kredit mehr anstrebe, sondern die Staatsschulden über den Zugriff auf die Devisenreserven der Nationalbank finanzieren möchte. Ein Regierungssprecher hatte diese Spekulationen umgehend dementiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist schon denkwürdig, wie oberflächlich und tendenziös berichtet wird. Ca. 30% der ungarischen Devisenreserven würden ausreichen , um ALLE dieses Jahr fälligen Schulden zu begleichen, ohne jede Neu-Kreditaufnahme.
    Aber die EU und die Zentralbanker wollen diesem Land nicht erlauben, seine eigenen Reserven anzutasten, da ansonsten das reibungslose Absaugen der enormen Zinsdifferenz über das Zentralbanken-System gefährdet wäre. Ungarin ist der europäische Zins-Hot-Spot, eine Cash-Cow.
    Nur darum geht es. Weil Ungarn sich das nun nicht mehr gefallen lassen will, wird es als "undemokratisch" gebrandmarkt.
    "Demokratisch" ist wohl, was den Banken dient.
    Und eines sollte man wissen: Wenn Orbán geht, kommen die Nationalisten. Wollen wir das?

  • Du bist ja ein Schlaumeier! So einen Unsinn habe ich lange nicht mehr gehört. Wahrscheinlich bist du eine bemitleidenswerte linke Sau. Erstens hat Deutschland noch keinen Pfennig für Europa ausgegeben (eine Bürgschaft ist keine Zahlung) und der Wert der offenen Grenzen wurde mit 165 Milliarden EUR zu Gunsten der Deutschen Wirtschaft beziffert. Es müssten eigentlich die anderen sein, die sich über die EU beschweren wo Deutschland ihre Wirtschaftsmacht frei entfalten kann. Und solche Typen wie du beschweren sich noch? Lies mal ein Buch

  • "Man kann nicht zig Länder wie sie teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten, in einen Topf werfen und glauben es käme eine Einheitsbrühe dabei raus. Die gesamte EU ist der grösste Dreck."

    @karstenberwanger: Sind sie dumm oder können sie nicht lesen. Ungarn befindet sich nicht in der Währungsunion, sondern hat den Forint. Die Euro-Basher können vor lauter Schaum vor dem Mund schon die Realität nicht mehr vor der selbst zusammenkonstruierten Phantasie unterscheiden.

    Euch sollte man die Wahlstimme entziehen. Wer so dämlich ist, darf nicht darüber abstimmen, wie es mit der Bundesrepublik weiter geht!

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