Schwache Konjunktur
Bund-Future steigt auf ein Rekordhoch

Die Bundesanleihen sind nach schwachen Euro-Konjunkturdaten auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Bund-Future stieg um bis zu 33 Ticks auf 140,39 Dollar - zeitweise lag er so hoch wie noch nie zuvor.
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FrankfurtSchwache Konjunkturdaten aus der Euro-Zone sowie die andauernden Spekulationen auf eine neuerliche Verschärfung der Schuldenkrise haben am Montag die Anleger in die als sicher geltenden Bundesanleihen getrieben. Der Bund-Future stieg um bis zu 33 Ticks auf 140,39 Dollar und notierte damit zeitweise so hoch wie noch nie zuvor. „Die Gemengelage bleibt kritisch“, erklärte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Zum einen sei die Markit-Umfrage unter den Dienstleistern in der Euro-Zone schwächer als erwartet ausgefallen. Vor allem in Spanien und Italien gehen die Geschäfte immer schlechter. Zum anderen sei der Schuldenschnitt für Griechenland offenbar noch nicht in trockenen Tüchern.

Am 8. März läuft die Tauschfrist für die privaten Gläubiger zum „freiwilligen“ Verzicht auf 107 Milliarden Euro ihrer Forderungen an Griechenland aus. Analysten fürchten, dass nicht genug Investoren dazu bereit sind. Dann könnte die griechische Regierung die Investoren zur Teilnahme zwingen. Dies wiederum dürfte die Fälligkeit vieler Kreditversicherungen im Umfang mehrerer Milliarden Euro nach sich ziehen.

Viele Anleger nahmen am Rentenmarkt die schlechten Konjunkturnachrichten auch zum Anlass, ihre Gewinne der vergangenen Tage mitzunehmen. So gaben vor allem die italienischen und spanischen Anleihen nach, was die Renditen wieder in Richtung fünf Prozent trieb. Die Kosten für die Kreditversicherungen (CDS) zogen ebenfalls wieder spürbar an - vor allem für spanische und italienische Papiere.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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