Schwaches Marktumfeld belastet Auktion für Sechsmonatspapiere des Bundes
Nachfrage nach Schatzanweisungen sinkt

Am Kapitalmarkt fiel es dem Bund gestern schwer, seine neue sechsmonatige unverzinslicher Schatzanweisungen (Bubills) unterzubringen. Mit 6,04 Mrd. Euro reichte die Nachfrage gerade aus, um die Papiere über sechs Mrd. Euro komplett zu platzieren.

FRANKFURT/M. Die für den Kapitalmarktauftritt des Bundes zuständige Finanzagentur behielt jedoch wie üblich einen Teil des Angebots zur Marktpflege ein, so dass sich eine 1,12-fache Überzeichnung ergab.

Üblicherweise liegt die Nachfrage nach Bubills im zweistelligen Milliarden-Bereich. Zugeteilt wurden die Papiere gestern mit einer recht hohen Durchschnittsrendite von 2,3517 Prozent. Bubills gehören zu den Geldmarktpapieren. Die Finanzagentur versteigert jeden Monat Bubills über sechs Mrd. Euro. Gebote dürfen dabei – wie bei allen Bundeswertpapieren – nur die zugelassenen Banken der so genannten Bietergruppe Bundesemissionen abgeben. Die Banken haben dafür aber konkrete Kaufaufträge von institutionellen Investoren wie Geldmarktfonds oder Zentralbanken.

„Die schwache Nachfrage dürfte mit dem schwierigen Marktumfeld und dem sich nähernden Jahresultimo zusammenhängen“, sagte Gerhard Schleif, Chef der Finanzagentur, dem Handelsblatt. Zum Jahresende würden einige institutionelle Investoren am Geldmarkt vorsichtig, was den Kauf unterjähriger neuer Papiere angehe.

Außerdem sind die Renditen am Geld- und Anleihemarkt in den vergangenen Wochen stark gestiegen und viele professionelle Investoren sind unsicher, wie sich die Sätze weiter entwickeln werden.

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