Sorge über Haushalt
Griechische Anleihen auf Talfahrt

Unter den Euro-Staaten zählt Griechenland traditionell zu den Wackelkandidaten. Jetzt drückt die Sorge vor einem ausufernden Haushaltsdefizit die Stimmung zusätzlich. Griechische Anleihen wirft das deutlich zurück. Zehnjährige Papiere werfen nun 1,5 Prozentpunkte mehr Rendite ab als vergleichbare Bundesanleihen.
  • 0

HB FRANKFURT. Unsicherheit über die Haushaltslage in Griechenland hat am Montag die griechischen Staatsanleihen massiv unter Druck gebracht. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren bis zu 125 Ticks auf 108,22 Punkte. Dies ließ die Rendite auf 4,899 Prozent von 4,75 Prozent am Freitag hochschnellen. Damit muss Griechenland deutlich mehr Zinsen als beispielsweise die Bundesrepublik zahlen. Die in Europa richtungsweisende zehnjährige Bundesanleihe rentierte am Montag in der Spitze mit 3,386 (Freitag 3,373) Prozent.

"Die Marktstimmung ist sehr negativ für Griechenland, erklärte Commerzbank-Stratege David Schnautz. Am Freitag hatte Griechenland bekanntgegeben, dass das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal erneut geschrumpft ist. Das Haushaltsdefizit liegt mit 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts derzeit mehr als doppel so hoch wie ursprünglich geplant.

Kommentare zu " Sorge über Haushalt: Griechische Anleihen auf Talfahrt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%