Spanien
Anleihen weniger gefragt als erhofft

Die Hoffnung war da, aber sie hat getrügt: Die spanischen Anleihen waren weniger nachgefragt als erwartet - die Rentenmärkte reagierten enttäuscht.
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FrankfurtDen neuen spanischen Anleihen ist es ähnlich wie den italienischen ergangen: Sie wurden mit einer Überzeichnung von 1,8 weniger nachgefragt als erwartet. Entsprechend enttäuscht ist die Reaktion der Rentenmärkte. Die Rendite der spanischen zehnjährigen Papiere verharrte bei rund 5,13 Prozent. Der Bund-Future verdoppelte seine Gewinne auf 30 Ticks und stand damit bei 134,86 Punkten. Spanien hatte fünfjährige Anleihen mit einem Durchschnittszins von 4,489 Prozent in einem Volumen von 3,621 Milliarden Euro begeben.

„Die Überzeichnung war verglichen mit früheren Auktionen nicht so gut“, erklärte Alessandro Giansanti, Zinsstratege bei ING in Amsterdam. Die Anleihe sei zwar ziemlich billig, aber die Anleger seien nicht gerade drauf gesprungen. „Die EZB wird Spanien und Italien weiter stützen müssen, es gibt keine andere Option.“

Peter Chatwell, Stratege bei der Credit Agricole in London, sieht aber auch einige positive Effekte: Zum einen sei das Volumen gut, zum anderen die Rendite niedriger als zuvor.

Italien hatte am Dienstag den Kapitalmarkt angezapft und hatte dabei ebenfalls weniger Kaufinteressenten als erhofft angezogen. Die EZB interveniert Händlern zufolge auch in dieser Woche am Markt und hat damit einen Anstieg der Renditen der spanischen und italienischen Anleihen verhindert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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