Staatsanleihen
Anleger trennen sich von Italien-Bonds

Nach der Rücktritts-Ankündigung von Regierungschef Monti hat die Rendite für Titel mit langer Laufzeit ein Drei-Wochen-Hoch erreicht. Anleger befürchten einen Rückfall des Landes in alte Zeiten und steigen aus.
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FrankfurtAus Furcht von einer Abkehr Italiens vom Sparkurs haben sich am Dienstag weitere Anleger von den Anleihen des Landes getrennt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Titel kletterten auf ein Drei-Wochen-Hoch von 4,905 Prozent. Der Leitindex der Mailänder Börse stabilisierte sich nach seinem 2,5-prozentigen Vortagesminus und notierte 0,1 Prozent tiefer bei 15.344 Punkten.

Der überraschende Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti werfe ein Schlaglicht auf die politische Instabilität Italiens, schrieb Citigroup-Analystin Giada Giani. Bislang deuteten die Umfragen zwar nicht darauf hin, dass die Spar-Gegner um Montis Amtsvorgänger Silvio Berlusconi die kommenden Wahlen gewinnen, "aber zwei Monate harter Wahlkampf gegen den Spar-Kurs könnten die Wähler umstimmen."

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsanleihen: Anleger trennen sich von Italien-Bonds"

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  • Egal, die EZB (d.h. wir) kaufen doch eh den ganzen Müll....

  • Wenn es heute keine schlechten Nachrichten gibt, nehmen die Zeitungen halt eine von gestern.
    Die Foristen springen zur Zeit lieber ins Grab, weil die Target2-Forderungen gegenüber Deutschland gefallen sind. Das Fluchtkapital (nach Deutschland, Lux, NL, F etc.) ist geringer geworden und damit fällt auch eine wesentliche Grund der Target2-Forderungen weg.

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