Staatsanleihen
Beruhigungspille für Anleger wirkt noch nicht

Die Politik versucht alles, um die Märkte zu beruhigen. Doch die Anleger trauen dem nicht. Eine Ratingagentur ist von den Beschlüssen des Krisengipfels nicht überzeugt. Nur einige Spekulanten werden mutiger.
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FrankfurtEs soll eine Beruhigungspille für die Investoren sein - doch sie wirkt noch nicht: Auf dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche gestanden die Politiker erstmals ein, dass es ein Fehler gewesen war, Banken und Versicherer bei der Rettung Griechenlands einzubeziehen. Die Märkte habe das verunsichert. Das Verfahren soll deswegen nicht mehr für andere Länder angewendet werden, sagte EU-Präsident Hermann Van Rompuy. Stattdessen werden sich die Euro-Staaten künftig bei einer möglichen Beteiligung des privaten Sektors streng an den Grundsätzen und der Vorgehensweise des IWF orientieren.

Die Gläubiger von Euro-Staatsanleihen werden sich demnach keine Sorgen mehr machen müssen, dass sie häufiger als international üblich zum Schuldenverzicht gedrängt werden. Die bisher vorgesehene "freiwillige" Beteiligung des Privatsektors wird es wohl nicht mehr geben, so die Interpretation der Commerzbank-Volkswirte in einem ersten Kommentar. Im Fall von Griechenland verzichten die privaten Gläubiger freiwillig auf die Hälfte des ausstehenden Geldes. Dadurch wurden keine Zahlungen aus Kreditausfallversicherungen fällig, mit denen sich Investoren gegen Verluste absichern.

Trotz der weitreichenden Beschlüsse hat die Ratingagentur Moody's ihre Warnung an die EU-Staaten bekräftigt. Die Kreditwürdigkeit aller EU-Staaten werde im ersten Quartal 2012 einer genauen Prüfung unterzogen, teilte die Agentur am frühen Montagmorgen mit. Die Beschlüsse des EU-Krisengipfels gehen der Agentur nicht weit genug. Vor allem kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung der angespannten Kreditmärkte fehlten. Die Eurozone und die gesamte EU stünden weiter unter Druck.

Darüber hinaus zeigt sich die Ratingagentur auch von den konkreten Beschlüssen der europäischen Staats- und Regierungschefs nicht überzeugt. Nur wenige der angekündigten Krisenmaßnahmen seien neu, vieles ähnele frühen Ankündigungen. Ungeachtet der Beschlüsse habe die europäische Schuldenkrise eine kritische Phase erreicht: Die Kreditmärkte für Banken und Staaten seien nach wie vor anfällig gegen Schocks. Selbst unter der Annahme, dass es in der Eurozone zu keinen weiteren Solvenzproblemen auf staatlicher Ebene komme, seien Bonitätsabstufungen in den kommenden Monaten möglich. Je länger die zögerliche Reaktion der Politik auf die Krise anhalte, desto größer werde das Risiko ungünstiger Entwicklungen mit möglichen Staatspleiten, heißt es bei Moody's.

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Auch Versicherungen bleiben vorsichtig

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Hedge-Fonds steigen ein

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  • „Auf dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche gestanden die Politiker erstmals ein, dass es ein Fehler gewesen war, Banken und Versicherer bei der Rettung Griechenlands einzubeziehen“

    Politiker machen immer nur Fehler. Und werden dafür nie zur Verantwortung gezogen. Dies ist ihrer grenzenlosen Dummheit geschuldet, die es ihnen verbietet zu begreifen wie Menschen ticken und wie daraus resultierend die Welt funktioniert. Sie stellen immer nur irgendwelche Regeln auf (die ja bekanntlich, siehe Maastricht Verträge, keiner befolgt) in der Annahme die Menschen würden sie artig befolgen. Menschen sind aber Vorteilsannehmer und lassen sich nie nötigen. Und daher reagieren sie immer zu ihrem Vorteil (auch wenn dies zum Nachteil aller Anderen ist) auf Aktionen. Politiker sind auch selten stur und weigern sich aus ihren eigenen Fehlern zu lernen, so begehen sie immer wieder die selben. Sie denken nie über die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nach und sind sich auch dessen nie bewusst. Wie Einstein schon sagte: “die menschliche Dummheit ist unendlich...”, besonders die der Politiker.

  • Aus einer gewissen entfernung kann man eigentlich gut erkennen, wer hier udn wie Regie führt. Die Politiker spielen brav ihre Rolle.

    DEI NEUE WELTORDNUNG nimmt Gestalt an, aber offensichtlich anders, als die Architekten dieser Weltordnung es sich je gedacht haben. Nun arbeiten sie seit Jahrhunderten daran und kurz bevor sie am Ziel sind, schneidet man sie von ihrer Quelle ab.

    shit happens

  • Es ist unheimlich viel Geld im Umlauf.
    Unternehmensanleihen gibt es auch nicht wie Sand am Meer und die Ausfallwahrscheinlichkeit ist immer höher als in dem Staat, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat - wegen des staatlichen Steuerprivilegs.
    Wenn die EZB das Geld also nicht nähme, müßte es in irgendwelche "Assets", also auch wieder Staatsanleihen.
    Den "Investoren" bleibt keine andere Wahl, dann ohne Anlage zehrt die Inflation alles auf.
    Die Politik wäre gut beraten, sich nicht durch ie apokalyptischen Äußerungen verunsichern zu lassen.

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