Staatsanleihen
Bonds südeuropäischer Länder gefragt

Die Nachfrage nach Anleihen südeuropäischer Krisenstaaten ist so hoch wie seit Monaten nicht mehr. Die Rendite der Papiere gibt nach, da vor allem in Griechenland die Zeichen auf Erholung zu stehen scheinen.
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FrankfurtAm Rentenmarkt haben Anleger am Freitag bei den Anleihen der hoch verschuldeten Euro-Länder kräftig zugegriffen. Griechische zehnjährige Bonds rentierten mit 8,79 (spätes Vortagesgeschäft: 9,13) Prozent zeitweise so niedrig wie seit viereinhalb Monaten nicht mehr. Die Rendite portugiesischer Papiere gab auf 6,26 (6,45) Prozent nach und war damit so niedrig wie zuletzt im Juni.

„Die jüngsten Nachrichten aus Griechenland sind ja durchaus ermutigend“, sagte ein Händler. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass das Mittelmeerland in den ersten neun Monaten des Jahres - die Zinszahlungen herausgerechnet - einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet hat. Am Freitag hat das Land die erste größere Privatisierung unter Dach und Fach gebracht. „Das wird Griechenland vermutlich nicht reichen, um ohne ein neuerliches Hilfsprogramm auszukommen, aber trotzdem kommen sie vorwärts.“ Portugiesische Anleihen profitierten dem Händler zufolge vom freundlichen Umfeld.

Auch italienische Papiere waren gefragt. Deren Rendite liegt mit aktuell 4,30 Prozent erstmals seit Ende September wieder leicht unter der vergleichbarer spanischer Anleihen. Händlern zufolge kam die jüngste Auktion bei Anlegern gut an. Für neue dreijährige Papiere musste das Land so wenig zahlen wie zuletzt im Mai, 15-jährige Anleihen konnten so günstig platziert werden wie zuletzt im Februar. „Nach dem ganzen Theater um Berlusconi haben Investoren jetzt wieder mehr Vertrauen in Italien, das macht sich bei den Anleiheauktionen bemerkbar“, sagte der Händler.

Bundesanleihen notierten unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsanleihen: Bonds südeuropäischer Länder gefragt"

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  • ....weil die dummen Steuerzahler für die Schweinerei aufkommen müssen!
    Zum Teufel mit Europa!!!!!

  • Wer kauft? Nur Diejenigen, die davon ausgehen, dass die Südländer bzw. deren Gläubiger auch dieses Mal wieder mit europäischen (deutschen) Steuergeldern gerettet werden. Denn sonst würde ja womöglich das komplette Staats-Finanzierungssystem ad absurdum geführt.
    Es legt keiner mehr an, wenn er nicht sicher ist, dass er seine Geld auch wieder zurück erhält.
    Deshalb, so meinen unsere klugen Euro-Retter, müssen in JEDEM Fall die Banken immer wieder rekapitalisiert werden, müssen in JEDEM Fall die maroden Staatsanleihen gekauft werden - wenn es nicht genügend Nachfrage gibt, muss die EZB eben kräftig anschieben, nicht wahr -, müssen in JEDEM Fall bei Fälligkeit der Anleihen die Gläubiger (Banken) ausbezahlt werden - und sei es mit den von uns erwirtschafteten Geldern.

    Diesen irren Kreislauf kann man nur unterbrechen, in dem man - endlich - die Währung EURO als Heilsbringer in Frage stellt.
    Dann - und nur dann - erhält man auch eine Antwort auf alle Fragen.
    Der Euro muss weg. Er ist zu stark für die Südländer und zu schwach für die wirtschaftlich starken Länder.
    Die Käufer der Staatsanleihen von Südländern sind nichts anderes als Schmarotzer. Sie parasitieren am europäischen Steuertopf. Ihre Rechtfertigung, es sei ja nicht verboten, sondern es werde vielmehr nach ihrem Anlageverhalten VERLANGT, ist unmoralisch. Der Effekt gleicht der Zwick-Mühle beim Mühlespiel: egal, in welche Richtung der Stein gezogen wird, die Mühle schnappt immer zu und der Gegner verliert einen Stein. Man sollte dieses Verhalten ächten. Die Anleger legen nicht an, weil sie GR jetzt für fähiger halten. Sie wissen, dass diese Nachrichten gelogen sind. Aber in solchen Nachrichten ist eben auch die Nachricht verborgen: egal, was passiert, wir retten!! Deshalb wird gekauft - und nur deshalb.
    Stoppen Sie den Euro! Denken Sie schon jetzt an die EU-Wahl und wählen Sie die AfD!

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