Staatsanleihen
Bund-Future legt etwas zu

Im Zuge der spanischen Emission sind auch die Renditen für deutsche Anleihen gestiegen. Dafür sorgten aber auch Konjunkturdaten. Gefallen sind die Werte dagegen für französische und US-Papiere.
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FrankfurtDie deutschen Bundesanleihen haben heute wieder steigende Kurse verzeichnet. Vorläufige Konjunkturindikatoren aus der Euro-Zone signalisierten für Juni die fünfte Abschwächung in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen in Folge.

Bei der mit Spannung erwarteten Anleiheauktion Spaniens musste das Land erheblich höhere Renditen bieten, konnte jedoch mit 2,22 Mrd. Euro das angestrebte Maximalvolumen von zwei Mrd. Euro übertreffen. Die Papiere mit den Fälligkeiten 2014, 2015 und 2017 waren jeweils mehr als dreifach überzeichnet.

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt drei Basispunkte niedriger bei 1,58 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 36 Basispunkte auf 140,84 Prozent. Die Bund-Rendite hatte sich innerhalb von zwei Tagen um 20 Basispunkte erhöht und war am Mittwoch bis auf 1,64 Prozent geklettert.

Spanien hat zweijährige Papiere mit einer durchschnittlichen Rendite von 4,706 Prozent gegenüber 2,069 Prozent bei der vorhergehenden Auktion im März am Markt untergebracht. Die durchschnittliche Rendite der dreijährigen Papiere lag bei 5,547 Prozent gegenüber zur 4,876 Prozent. Die vierjährigen Anleihen kamen mit einer durchschnittlichen Rendite von 6,072 Prozent im Vergleich zu 4,96 Prozent an den Markt.

Im Vorfeld der Auktion waren die Renditen der spanischen Anleihen gesunken und behielten diese Tendenz auch danach bei. Die Rendite der zehnjährigen Spanien-Bonds lag zuletzt acht Basispunkte tiefer bei 6,62 Prozent. Die kritische Marke von 7,0 Prozent hatten die Bonds am Mittwoch hinter sich gelassen. Am Dienstag war die Rendite zeitweise bis auf 7,19 Prozent geklettert und erreichte damit einen Rekordwert für die Zeit seit der Euro-Einführung.

Frankreich ist ebenfalls am Markt aufgetreten und hat Anleihen mit Fälligkeit 2014, 2015,2016 und 2017 platziert. Das angestrebte Maximalvolumen von 8,50 Mrd. Euro wurde mit 8,432 Mrd. Euro nicht ganz erreicht. Die Renditen waren jeweils niedriger als bei den vorhergehenden Auktionen. Bei den zehnjährigen französischen Staatspapieren lag die Rendite zuletzt zwei Basispunkte niedriger bei 2,65 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse ebenfalls gesunken. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag zuletzt einen Basispunkt niedriger bei 1,65 Prozent. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte am Vorabend die sogenannte Operation „Twist“ bis Ende des Jahres verlängert. Mit diesem Programm verlängert die Fed die durchschnittliche Laufzeit ihrer Anleihebestände, in dem sie Papiere mit kürzeren Laufzeiten verkauft und solche mit längeren Laufzeiten kauft. Das Volumen beträgt 267 Mrd. Dollar.

Notenbankchef Ben Bernanke signalisierte zudem weitere Maßnahmen, sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt nicht verbessern. Die Fed senkte ihre Wachstumsprognose für die USA in diesem Jahr. Sie geht nun von einem Wachstum in der Bandbreite von 1,9 bis 2,4 Prozent aus, gegenüber 2,4 bis 2,9 Prozent in der Prognose vom April.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Während die Regierungen in der Krise jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen in Form von Geld und Immobilien angehäuft. Das entspricht den Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder. Und manche Schätze sind da nicht mal eingerechnet.
    Berlin - Es erscheint auf den ersten Blick unglaublich. Können die Deutschen wirklich so viel Vermögen angehäuft haben, wie die 27 EU-Staaten insgesamt an Staatsschulden? Das jedenfalls hat der Bundesverband Deutscher Banken heute behauptet - und verweist auf eine verblüffende Statistik.

    Danach haben die Menschen in Deutschland tatsächlich mittlerweile erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen angehäuft, und das entspräche in der Tat den Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen.
    http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,815440,00.html

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