Staatsanleihen
Bundesschatzbriefe: Besser bei der Bank

Bundesschatzbriefe feiern dieses Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Vor allem bei Kleinsparern sind die sicheren Papiere mit langen Laufzeiten beliebt. Nicht immer zu Recht. Denn viele Banken bieten ähnliche Produkte zu besseren Konditionen.

Milde Frühlingssonne, einige Schäfchenwolken am Himmel und hunderttausende auf der Strasse. Das Fest zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik war ein voller Erfolg. Am Brandenburger Tor und vor dem Reichtag feierten die Berliner ausgelassen.

Das Jubiläumsjahr steht aber nicht nur für ein Hochleben lassen von Demokratie, Freiheit und Wohlstand. Es markiert ebenso einen neuen Rekord bei der Staatsverschuldung. Die Verbindlichkeiten des Bundes werden 2009 erstmals die Marke von einer Billion Euro übersteigen. Pro Kopf steht jeder Bürger mit gut 20 000 Euro in der Kreide. Den größten Anteil finanzieren institutionelle Investoren, Versicherungen oder Bausparkassen.

Aber auch Privatleute finanzieren den Staat.

Nicht nur die Bundesrepublik feiert deshalb ein rundes Jubiläum. Der Bundesschatzbrief, beliebtes Anlageobjekt konservativer Kleinsparer, begeht ebenso einen runden Geburtstag. Vierzig Jahre können die Bürger nun schon ihr Geld dem Staat leihen und zwischen Typ A mit jährlicher Zinsgutschrift und Typ B mit Zinseszinseffekt am Laufzeitende wählen.

Gläubiger danken dem Schuldner

Die Gratulationen der Kleinsparer stapeln sich, berichtet die Finanzagentur der Bundesrepublik. Gedichte, Lieder oder selbstgemachte Bilderbücher schicken sie an die Finanzagentur. Greise ebenso wie kleine Kinder. Die Bürger hatten im vergangenen Jahr Bundeswertpapiere über 17 Milliarden Euro im Depot, neben Schatzbriefen vor allem Finanzierungsschätze, Bundesobligationen und die neue Tagesgeldanleihe.

"Investoren setzen vor allem auf Sicherheit", sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. In der Tat gilt der Staat als guter Schuldner mit besten Ratings. Aber wie wettbewerbsfähig sind die Zinsofferten des Bundes? Banken bieten ähnliche Produkte an, mit teilweise deutlich besseren Konditionen.

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