Staatsanleihen
Ecuador will Anleihen nicht zurückzahlen

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa legt sich mit ausländischen Anlegern an. Weil Staatsanleihen des Landes "unrechtmäßig" aufgelegt worden sein sollen, will Correa diese Schulden nicht begleichen.

HB QUITO. Das südamerikanische Ecuador wird möglichweise einen Teil seiner Anleihen nicht zurückzahlen. Das Land stellt zurzeit einige bereits bestehende Staatsbonds auf den Prüfstand. Dabei würden alle Optionen ausgelotet, "über die einfache Frage hinaus, ob sie bezahlt werden oder nicht", sagte Finanzministerin Elsa Viteri am Dienstag. Die Regierung schließe auch nicht aus, wegen der "illegalen" Verschuldung zu klagen. Rechtsexperten prüften derzeit die Lage.

Bei den fraglichen Anleihen handelt es sich Viteri zufolge um Papiere, welche 2012, 2030 und 2015 auslaufen. Eine Prüfstelle der Regierung habe dabei festgestellt, dass sie unrechtmäßig aufgelegt worden seien, sagte Viteri. Bereits am Samstag hatte der ecuadorianische Präsident Rafael Correa - ein enger Verbündeter des venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez - angekündigt, die Zahlung bei einer der Anleihen auszusetzen und binnen 30 Tagen eine Entscheidung zu treffen. "Wir spielen nicht", sagte er. "Wenn es einen Grund gibt, diese Schulden nicht zu begleichen, weil sie illegal sind, werden wir das tun.

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