Staatsanleihen
Griechenbonds steigen nach Ratinganhebung

Nachdem S&P die Bonität von Griechenland um mehrere Stufen angehoben hat, ist die Rendite gesunken. Italien- und Spanien-Bonds verzeichneten ebenfalls Kursgewinne.
  • 8

FrankfurtDie deutschen Bundesanleihen haben am Mittwoch weiter nachgegeben. Das deutsche Geschäftsklima hat sich im Dezember den zweiten Monat in Folge verbessert. Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts stieg auf 102,4, nach 101,4 im November. Die Erwartungen verbesserten sich deutlich von 95,2 auf 97,9.

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt zwei Basispunkte höher bei 1,43 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor 25 Basispunkte auf 144,16 Prozent. Deutsche Bundesanleihen haben den Investoren dieses Jahr 3,8 Prozent eingebracht, wie Indizes von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS) zeigen.

Zehnjährige griechische Staatsanleihen haben ihre Kursgewinne am Mittwochnachmittag deutlich ausgebaut. Nachdem die EZB mitgeteilt hatte, dass sie Hellas-Bonds ab dem 21. Dezember wieder als Sicherheiten akzeptieren will, legten die Papiere um bis zu 5,56 auf 50,40 Punkte zu.

Die Rendite fiel im Gegenzug auf 11,357 Prozent nach 12,890 Prozent im New Yorker Vortagesgeschäft und markierte damit den niedrigsten Stand seit Februar. Schon am Vormittag waren die Zinsen zurückgegangen, weil die Ratingagentur S&P die Bonitätsnote Griechenlands auf „B-minus“ mit einem stabilen Ausblick angehoben hatte.

Zehnjährige Italien-Bonds verzeichneten weitere Kursgewinne. Die Rendite sank um sechs Basispunkte auf 4,39 Prozent. In Italien finden diese Woche die Debatten über den von Ministerpräsident Mario Monti vorgelegten Haushalt 2013 statt. Nach den beiden Abstimmungen will Monti zurücktreten.

Spanische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit haben ebenfalls weiter zugelegt. Die Rendite ging um vier Basispunkte zurück auf 5,24 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse etwas gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag zuletzt einen Basispunkt niedriger bei 1,81 Prozent.

 


Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsanleihen: Griechenbonds steigen nach Ratinganhebung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @kschulz
    Auch Sie irren, es liegt am Erdöl, nicht an den Hilfen durch die EU bzw. durch die deutschen Bürger. Siehe oben!

  • @Santos,
    @Stevie
    @Alter Schwede
    Sie irren. Es geht gar nicht um das Hilfsgeld aus Europa. GR ist reich. Sehr reich.
    Es wurde inzwischen bekannt, dass es in der südlichen Ägäis bis hin zum Ionischen Meer ein Mammut-Erdöl- und Gasvorkommen gibt. Das Vorkommen soll relativ einfach zu erschließen sein und etwa 1,2 BILLIONEN Euro wert sein. Schon Schätzungen aus 1986 ergaben einen Wert von etwa 600 Milliarden Euro - damals sollte alles geheim gehalten werden.
    Heute jedoch sind die Messmethoden genauer, deshalb der höhere Wert.
    Bis Januar 2013 laufen noch die seismologischen Untersuchungen, ab 2014 soll gebohrt werden.

    Jede Wette, dass deshalb aufgewertet wurde und dass deshalb der Ausblick stabil ist und dass deshalb die EZB wieder griechische Staatsanleihen akzeptieren wird.

    Bloß sollen wir deutsche Steuerzahler das mit dem Erdöl offenbar nicht wissen, damit die „Hilfsbereitschaft“ nicht erlahmt, damit weiter mit unserem Geld und im Namen der Griechen weiter deren Schulden bei hauptsächlich französischen Banken abbezahlt werden.

    Solche Politiker dürfen nicht wieder gewählt werden! Wählt besser solche, die der Rettungspolitik ein Ende setzen!
    Wählt – auch schon jetzt in Niedersachsen – die freien Wähler. Hinter denen steht die Wahlalternative 2013 mit guten Fachleuten! www.wahlalternative2013.de

  • Das Timing ist perfekt!!

    Erst darf Griechenland mit von uns großzügig zur Verfügung gestelltem Geld (44 Milliarden) einen Teil seiner auf Ramschniveau notierenden Staatsanleihen billig zurückkaufen.

    Und siehe da, kurz danach wird das Rating für den Pleitestaat mit Namen Griechenland von S & P um mehrere Stufen auf B- angehoben. Begründung: Griechenland wird nicht untergehen, dafür sorgen die doofen Deutschen.

    Ergebnis:
    Erstens: Die Anleihen-Kurse steigen und die wahrscheinlich vorher informierten Hedge-Fonds verkaufen ihre Papiere mit schönen Gewinnen. Was wir wahrscheinlich nie erfahren werden ist, ob unter diesen Papieren auch solche sind, die bei der letzten Enteignungsaktion, von Griechischen Banken und sonstigen Heuschrecken gekauft worden sind.
    Zweitens: Griechenland kann sich Dank der schützenden Hand und des phantastischen Rating-Geschenks wieder zu günstigen Zinsen weiter verschulden.

    Wer im Fernsehen den Film "Eine Bank regiert die Welt" gesehen hat, wird die Zusammenhänge verstehen. Diese Betrügereien werden jetzt schon ganz schamlos der Öffentlichkeit vorgeführt. Das ganze Spiel um Griechenland wurde bisher wenigstens im Geheimen abgewickelt. Dieser Fall beweist, daß man sich keine Zurückhaltung mehr auferlegen muß. Die unendliche Dummheit der handelnden Personen ist bewiesen und bekannt.

    Das Leben macht wieder richtig Freude !!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%