Staatsanleihen im Vergleich: Rentenmarkt verkraftet Emissionen gut

Staatsanleihen im Vergleich
Rentenmarkt verkraftet Emissionen gut

Das Angebot an neuen Staatsanleihen stand am Mittwoch im Blickpunkt der europäischen Bondmärkte. Dabei richtete sich der Fokus vor allem auf die Aufstockung der zehnjährigen Bundesanleihe um sieben Mrd. auf 23 Mrd. Euro.

cü FRANKFURT. Die für die Refinanzierung des Bundes zuständige Finanzagentur bekam von den Banken für die Auktion Kaufaufträge über 10,11 Mrd. Euro. Zur Marktpflege wurde ein vergleichsweise geringer Betrag von 984 Mill. Euro einbehalten, so dass sich eine 1,7-fache Überzeichnung (Cover Ratio) ergab. Die Cover Ratio war höher als bei der schwach verlaufenen Emission der Anleihe im November und lag auch über der Aufstockung im Januar.

„Das Ergebnis hat die Erwartungen übertroffen,“ sagte Charles Diebel von der Bank Nomura der Nachrichtenagentur Reuters. Die Anleihe wurde mit einer Durchschnittsrendite von 3,49 Prozent zugeteilt.

Italien versteigerte fünf- und 30-jährige Anleihen über insgesamt 4,5 Mrd. Euro und verzeichnete dabei ebenfalls höhere Nachfrage als zuletzt. Insgesamt kommen im Euro-Raum in dieser Woche Staatsbonds über bis zu 24 Mrd. Euro neu auf den Markt. Daneben platzierte gestern noch das Bundesland Niedersachsen eine zehnjährige Anleihe über 1,5 Mrd. Euro, die nach Angaben der Konsortialführer Citigroup, Dresdner Kleinwort Wasserstein und HSBC gleichfalls gefragt war. Als besondern Erfolg für das Land wertete ein Banker, dass zwölf Prozent der Nachfrage von asiatischen Zentralbanken kam und sich Niedersachsen sehr günstig refinanzieren konnte.

Der Sekundärmarkt verkraftete die Emissionen gut. Die Sätze zogen erst im späteren Handel nach der Rede des neuen US-Notenbankchefs Ben Bernanke an. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,51 Prozent, die zehnjähriger US-Bonds auf 4,60 Prozent. Der Bund-Future verlor 18 Basispunkte auf 120,15 Prozent.

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