Staatsanleihen: Regierung will weniger Bonds auflegen

Staatsanleihen
Regierung will weniger Bonds auflegen

Die Bundesregierung will ihre Verschuldung an den Finanzmärkten zurückschrauben. Im kommenden Jahr soll das Finanzministerium vor allem weniger kurz laufende Anleihen herausgeben.
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BerlinDie Bundesregierung will 2014 offenbar weniger Anleihen emittieren als im laufenden Jahr. Das geht aus einem Entwurf des Haushaltsplans hervor, der Bloomberg News vorliegt. Demnach würden höhere Steuereinnahmen und geringere Ausgaben zu einem ausgeglichenen Haushalt beitragen.

Deutschland plant für 2014 insgesamt die Emission von 216,5 Milliarden Euro an Bonds - verglichen mit 240 Milliarden Euro im laufenden Jahr, heißt es in dem 3358 Seiten dicken Papier. Darin enthalten sind 107,6 Milliarden Euro an Anleihen mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren, nach 114,5 Milliarden Euro im Jahr 2013.

Das Emissions-Volumen von Anleihen mit einer Laufzeit von weniger als vier Jahren soll dem Entwurf zufolge 2014 auf 108,9 Milliarden Euro gesenkt werden, nachdem es für dieses Jahr noch mit 125,6 Milliarden Euro veranschlagt ist.

Der vorläufige Emissionsplan, den das Finanzministerium zusammengestellt hat, war am Montag bei Abgeordneten in Berlin in Umlauf gebracht worden. Bertrand Benoit, ein Sprecher des Ministeriums erklärte gegenüber Bloomberg News, er könne sich nicht umgehend äußern.

Fitch Ratings hatte am Mittwoch vergangener Woche nach Börsenschluss in Frankfurt das langfristige „AAA“-Rating von Deutschland bestätigt. Der Ausblick wurde mit “stabil” festgelegt, was eine Abstufung der Top-Note in naher Zukunft unwahrscheinlicher macht. Die Regierung habe einige Fiskal-Ziele übererfüllt, hieß es zur Begründung.

Kommentare zu "Regierung will weniger Bonds auflegen"

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  • Die konjunkturelle Entwicklung und die zusätzlichen Einnahmen durch die gestiegenden Rüstungsexporte hätten schon längt zu einer Reduzierung führen müssen.

    Hier hat die Regierung geschlafen, weil Sparen nicht PR ist. Dabei gäbe es genügend ansätze in Steuerverschwendungen ( Steuerjahrbuch, Steuerabkommen und -hinterziehung ), Fehlinvestitionen von Großprojekten, Politiker und -aufsichtsrat-Mithaftung und Kontrolle derer, wo der Staat einsprang (Warum fährt die Commerzbank - trotz Staatseintritt und Personalabbau weiterhin eine teure, kostenspielige Image-Kampagne?!?).

    Alternativ heißt bei mir nicht AfD, das mag' verrückt sein, jedoch mit dem Wort "Alternative" gab' es auch mal bei Borussia Mönchengladbach eine Aktion, die inhaltsleerer kaum sein kann.

    Die Mischung macht es. Es wird die etablierten - heuchlerischen Blockparteien geben - sowie Alternativen, die diese, z.B. im Bereich Daten- und Verbraucherschutz, aktiv - auch im #Neuland # beraten und Konzepte gemeinsam erarbeiten. Die Lobby darf nicht siegen - auch nicht beim Umweltschutz. Wie viel kosten die Wahlplakate?

    Dieses Geld hätte schon zu 33% in Steuerrückzahlungn und zu weiteren 33% in Umweltprojekte investiert werden können. Die restlichen 33% - je zur Hälfte für Wahlkampfkosten und/oder notwendige Infrastrukturmaßnahmen, z.B. im Straßenverkehr, wo auch der PR-Minister keine Notwendigkeit sieht ( obwohl man den desolaten Zustand bei Straßen und Bahn deutlich sieht ! ).

    Es ist aber einfacher, einfach eine neue Steuererhöhung ins Spiel zu bringen namens "Maut-Soli" *Kopf schütteln*.

    Abwählen!

  • Hier kann es sich eigentlich nur um eine reine Propagandainformation handeln. Allein nach der Bundestagswahl werden von GR über 80 Milliarden in Rechnung gestellt - der Rettungswahn wird um 4 Jahre verlängert. D wird zahlen bis es schwarz wird. Bleiben noch massive Steuererhöhungen - die wahrscheinlichste Variante in dieser Rechnung mit schönen Grüßen vom "Trickser"
    Wer Blockparteien wählt, wählt seinen sicheren Untergang!

  • Was für eine tolle Nachricht. Unsere Regierung will "sparen".

    Dieses "Neusprech" heißt übersetzt, sie will ihre Einnahmeseite nicht dadurch erhöhen, daß (mehr) neue Schulden aufgenommen werden, sondern dadurch, daß sie den Steuerzahler noch effizienter ausquetscht.

    Sparen bedeutet heutzutage hingegen heutzutage nicht mehr wie früher, daß die Ausgabeseite reduziert wird, dh. die Verschwendung von Steuergeldern eingeschränkt wird. Das wäre ja sonst die erste Regierung, die freiwillig ihre Ausgaben einschränken würde und womöglich dadurch ihren Apparat reduzieren müßte.

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