Staatsanleihen
Schlechtere Ratings belasten Bonds aus Italien

Italienische Staatsanleihen sind am Donnerstag unter Druck geraten, nachdem die Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P) und Fitch die Bonität des Landes heruntergestuft haben. Die Herabstufung Italiens belastete auch deutsche Bonds.

cü FRANKFURT. Die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe stieg um 0,04 Prozentpunkte auf 4,11 Prozent. S&P stufte die Kreditwürdigkeit Italiens auf „A+“ und damit auf die nur noch fünftbeste Stufe herab. Fitch senkte die Bonitätsnote auf „AA-“ und bewertet das Land damit noch eine Note besser als S&P. Beide Agenturen begründeten die Herabstufung mit der übermäßigen Verschuldung. Der vorliegende Haushaltsentwurf führe unter dem Strich zu einer Zunahme der Ausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, betonte S&P.

Die Herabstufung Italiens belastete auch deutsche Bonds. Deutschland stufen die Ratingagenturen mit der Höchstnote Dreifach-A ein. Seit Jahren mahnen die Agenturen aber auch Deutschland zu Reformen und einer Konsolidierung der Staatsfinanzen.

Die per saldo eher schlechten US-Wirtschaftsdaten belasteten die Rentenmärkte kaum. Der Bund-Future – Terminkontrakt auf langlaufende Bundesanleihen – fiel bis zum späten Abend um 0,16 Prozentpunkte auf 117,02 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,83 Prozent, die gleich laufender US-Bonds auf 4,78 Prozent.

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