Staatsanleihen Spanien bekommt problemlos Geld gegen mehr Rendite

Die verfahrene Situation in Griechenland scheint Investoren nicht zu beunruhigen – zumindest, was spanische Staatsanleihen betrifft. Insgesamt 4,2 Milliarden Euro hat die letzte Versteigerung in die Staatskasse gespült.
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Zehnjährige spanische Staatsanleihen waren bei der Auktion am Donnerstag 1,8-fach überzeichnet. Quelle: dpa
Erfolgreiche Versteigerung

Zehnjährige spanische Staatsanleihen waren bei der Auktion am Donnerstag 1,8-fach überzeichnet.

(Foto: dpa)

MadridSpanien bekommt trotz Griechenland-Krise problemlos Geld von privaten Investoren. Die Versteigerung von Staatsanleihen spülte am Donnerstag insgesamt 4,2 Milliarden Euro in die Staatskasse, wie das Finanzministerium in Madrid mitteilte. Die Summe liegt am oberen Ende des zuvor angepeilten Volumens von 2,75 bis 4,25 Milliarden Euro. Die Auktion der zehnjährigen Staatsanleihe war 1,8-fach überzeichnet. Allerdings musste der Staat die Geldgeber mit einer höheren Rendite locken: Sie erreichte mit 2,258 Prozent das höchste Niveau seit zehn Monaten, nachdem sie im Mai noch bei 1,882 Prozent gelegen hatte.

Investoren verlangen angesichts der erhöhten Gefahr eines Euro-Abschieds von Griechenland von anderen Krisenstaaten eine höhere Risikoprämie. Auch Italien musste in dieser Woche deutlich mehr Zinsen zahlen für frisches Geld.

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Credit Default Swaps (CDS): Mit Kreditausfallversicherungen können Investoren Finanzprodukte gegen einen Zahlungsausfall absichern. CDS werden vor allem zum Absichern von Anleihen genutzt. Dazu wird eine Risikoprämie gezahlt, die die Rendite schmälert. Je höher die Risikoprämie ausfällt, desto höher wird die Ausfallwahrscheinlichkeit eingeschätzt.

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USA: Die Staatsverschuldung der USA wird häufig diskutiert. Die Schuldengrenze wird gerne nach oben korrigiert. Trotzdem haben Investoren viel Vertrauen in die größte Volkswirtschaft der Welt. Für eine Versicherung einer fünfjährigen Staatsanleihe der USA zahlen Investoren einen Risikoaufschlag von 0,134 Prozent Zinsen. Das ist ein Spitzenwert.

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Deutschland: Auch Deutschland kommt auf einen soliden Wert. Während in der Euro-Zone die Schuldenkrise grassiert, herrscht in Deutschland eitel Sonnenschein. Anleger müssen auf eine fünfjährige Bundesanleihe in Euro nur eine geringe Ausfallprämie zahlen. Die Zinsen belaufen sich auf 0,198 Prozent. Der Markt sieht auch Deutschland weit entfernt von einem Zahlungsausfall.

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Frankreich: Die Grande Nation steht wegen der hohen Staatsschulden unter Reformdruck. Der Markt bewertet die Situation allerdings nicht übermäßig schlecht. 0,489 Prozent Zinsen kostet eine Kreditausfallversicherung für eine fünfjährige Staatsanleihe.

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Japan: Das asiatische Land wurde 2014 von einer Rezession erfasst. Die Maßnahmen von Zentralbank und Regierung, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, brachten keine Verbesserung. In Japan gab es daraufhin sogar Neuwahlen. Die Risikoversicherung ist mit 0,74 Prozent auf eine fünfjährige Staatsanleihe dennoch vergleichsweise günstig.

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Spanien: Im Vergleich zu anderen Euro-Staaten, insbesondere Frankreich und Deutschland steckt Spanien tief in der Schuldenkrise. Immerhin 1,03 Prozent muss man für einen CDS auf eine fünfjährige Anleihe des südeuropäischen Landes zahlen. Es geht allerdings noch deutlich schlechter

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Italien: Ein CDS auf fünfjährige italienische Staatsanleihen ist mit 1,44 Prozent etwas teurer als für spanische Staatsanleihen. Dennoch wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zahlungsunfähigkeit des Landes nicht übermäßig hoch eingeschätzt.

  • rtr
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