Staatsanleihen
Spanien besorgt sich mehr Kapital als geplant

Hoher Nachfrage sei Dank kann sich das rezessionsgeplagte Spanien mehr Kapital besorgen als geplant – und das zu geringeren Renditen. Der Korruptionsskandal im Land hatte offenbar keine Auswirkungen auf die Papiere.
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MadridDas rezessionsgeplagte Euroland Spanien hat sich am Donnerstag dank einer hohen Nachfrage mehr Kapital besorgen können als geplant. Eine Aufstockung dreier Staatsanleihen erbrachte eine Summe von 4,2 Milliarden Euro, wie die spanische Notenbank in Madrid mitteilte. Anvisiert waren drei bis vier Milliarden Euro.

Die Zinskosten gingen im Vergleich zu vorherigen Auktionen zurück, was ebenfalls als positives Zeichen gewertet werden kann. Der Korruptionsskandal in Spanien und die anstehenden Wahlen in Italien haben die Anleger demnach zunächst nicht verunsichert.

Das spanische Schatzamt stockte Staatstitel mit Fälligkeit 2015, 2019 und 2023 auf. Bei dem zweijährigen Papier sank die zu zahlende Rendite von 2,8 Prozent, erzielt bei einer Versteigerung im Februar, auf 2,5 Prozent. Die zehnjährige Anleihe rentierte mit 5,20 Prozent, verglichen mit 5,29 Prozent im Dezember. Bei der Anleihe mit Fälligkeit 2019 ist ein Renditevergleich nicht sinnvoll, da das Papier zuletzt vor einem Jahr verkauft wurde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsanleihen: Spanien besorgt sich mehr Kapital als geplant"

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  • ...nicht weiter hinterfragen, warum und weshalb hier gekauft wird. Irgendwelche Spielchen, die da im Hintergrund laufen. Alles total unglaubwürdig....

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