Staatsbonds im Blickpunkt: Die Kurse der Anleihen treten auf der Stelle

Staatsbonds im Blickpunkt
Die Kurse der Anleihen treten auf der Stelle

Die Kurse an den europäischen und amerikanischen Anleihemärkten konnten sich gestern für keine klare Richtung entscheiden. In diesem Jahr sind die Kurse an den Bondmärkten schon deutlich gefallen und ihre Renditen im Gegenzug gestiegen. Insgesamt dominiere in den nächsten Wochen die Gefahr, dass die Renditen noch weiter anziehen, hieß es im Handel.

HB FRANKFURT. Am gestrigen späten Nachmittag rentierten die zehnjährige US-Anleihe und die zehnjährige Bundesanleihe kaum verändert mit 4,60 und 3,51 Prozent. Der Bund-Future – Terminkontrakt auf lang laufende Anleihen und wichtigstes Barometer für die Stimmung an den Bondmärkten im Euro-Raum – lag 0,11 Prozentpunkte im Minus bei 120,15 Prozent. Nach den besser als erwartet ausgefallenen Daten zum Wohnungsbau in den USA war der Bund-Future kurz unter die Marke von 120 Prozent gefallen. Der neue US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte bei seiner Rede am Vortag vor Risiken am Immobilienmarkt gewarnt. Etwas belastend wirkte auch der am Abend anstehenden Geschäftsklimaindex der Notenbank von Philadelphia, für den Volkswirte mit einem deutlichen Anstieg rechneten.

In Europa standen wie schon am Vortag die Aufstockungen neuer Staatsbonds im Blickpunkt. Frankreich platzierte Anleihen über insgesamt 6,705 Mrd. Euro – aufgeteilt auf zwei und fünfjährige Bonds sowie eine an die französische Inflationsrate gekoppelte Anleihe. Spanien stockte seine 30-jährige Anleihe um 1,25 Mrd. Euro auf. Die Auktionen verliefen Analysten zufolge gut. Weniger gefragt war die Aufstockung der britischen Staatsanleihe mit Laufzeit von 50 Jahren über 2,5 Mrd. Pfund. Die Anleihe war allerdings im Vorfeld der Auktion schon sehr gut gelaufen, so dass sie mit einer Rendite von nur 3,82 Prozent zugeteilt wurde. Bei der vorigen Aufstockung im Dezember lag die Rendite noch bei 4,03 Prozent. cü

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