Staatsfinanzierung: Griechenland sucht Geld in der Diaspora

Staatsfinanzierung
Griechenland sucht Geld in der Diaspora

Auf der Suche nach frischem Geld zur Staatsfinanzierung erinnert sich das hoch verschuldete Griechenland an seine Mitbürger im Ausland. Über eine spezielle Anleihe will das Land griechische Gelder im Ausland anzapfen.
  • 4

HB ATHEN. Das hoch verschuldete Griechenland will sich über eine spezielle Anleihe Geld von im Ausland lebenden Griechen leihen. „Wir besprechen und entwickeln im Moment eine sogenannte ´Diaspora-Anleihe´, um griechische Gelder im Ausland anzuzapfen und wir glauben, dass wir damit recht erfolgreich sein werden“, sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou am Mittwoch.

Das Euro-Land will im kommenden Jahr auf den internationalen Kapitalmarkt zurückkommen. Papakonstantinou betonte, die Finanzmärkte seien derzeit noch sehr vorsichtig, was Griechenland angehe. Sie begännen erst langsam, daran zu glauben, dass das Mittelmeerland seine Konsolidierung fortsetze.

Laut Papakonstantinou befindet sich Griechenland im Plan. Die Maßnahmen reichten aus, um die für 2010 gesetzten Ziele zu erreichen. So will Griechenland das Defizit auf 8,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von 13,6 Prozent im Vorjahr senken.

Bislang ist das Haushaltsloch bereits um sieben Milliarden Euro reduziert worden. Die Schuldenkrise hatte die gesamte Euro-Zone erschüttert und die EU und Internationalen Währungsfonds veranlasst, einen Rettungsschirm von 110 Milliarden Euro für Griechenland aufzuspannen.

Kommentare zu " Staatsfinanzierung: Griechenland sucht Geld in der Diaspora"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Reine Roßtäuscherei und Umgehungsversuche der erteilten Auflagen ! Die Regierenden wollen nebenher Kohle machen, auf die die EU und iWF nicht so recht Zugriff haben. Das Problem ist aber, dass die Griechen ihren eigenen Landsleuten und banken selbst nichts mehr geliehen, sondern das Geld ins Ausland gebracht haben.

  • Die besten Pleiten im Kapitalmarkt werden mit dem Verkauf von Patriotismus, Nostalgie, Großmannssucht und anderen Träumereien gemacht. Träume sind die Schlaftablette des naiven Kapitalanlegers. Siehe Stella (Hamburg), Timesharing von Urlaubswohnungen, Schiffe in den Weiten der Meere, Zeppeline als Lastentransporter. Eine schier unendliche Palette an Pleiten von Träumen könnte ich aufzählen.

    Ach Gott Leute, jetzt macht Griechenland auf Patriotismus, wie ein lausiger Anlageberater, der seine Anleger mit Träumereien blendet. Genau, bLUPP! Mein Gott ihr Griechen, über meinen Schreibtisch sind schon viele Hochglanzprospekte gelaufen und die Tränen der Anleger. Liebe Griechen seid bitte nicht so naiv und fallt auf die Nummer mit dem Lokalpatriotismus rein.

    Die beste Rendite bringt der Verkauf von Träumen, sie kosten nichts und rentieren sich für den initiator.

  • bLA bLA bLA
    Das Problem ist nur nach hinten verschoben.
    Dann aber ein größerer bums und die Gesundbeter können dann weitere geistige blähungen von sich geben.
    Die irren versuchen uns weiter zu verwirren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%