Staatspapiere
Bundesanleihen steuern auf Gewinn zu

Die Bundesanleihen profitieren von der niedrigen Inflation in Deutschland. Auch Italien und Spanien können klare Kursgewinne verbuchen – dank erfolgreicher Anleiheplatzierungen unter der Woche.
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Deutsche Bundesanleihen steuern für die zu Ende gehende Woche auf einen Gewinn zu. Am Freitag legten die Staatspapiere erneut leicht zu, nachdem sie am Vortag bereits deutliche Kursgewinne verzeichnen konnten.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel vier Basispunkte auf 1,30 Prozent. Am Dienstag war die Rendite so stark zurückgegangen wie seit sieben Wochen nicht mehr, nachdem Konjunkturdaten für April die geringste Teuerung seit Februar 2010 gezeigt hatten. Der Terminkontrakt Bund-Future war am Freitag 33 Basispunkte höher bei 145,65 Prozent.

Anleihen aus Italien und Spanien bauten die Kursgewinne des Vortages weiter aus. Bei zehnjährigen italienischen Bonds sank die Rendite fünf Basispunkte auf 3,93 Prozent, die Rendite vergleichbarer spanischer Papiere war acht Basispunkte niedriger bei 4,23 Prozent.

Analysten führten die Kursgewinne auf die erfolgreichen Anleiheplatzierungen der beiden Länder im Wochenverlauf zurück. Spanien hatte am Dienstag zehnjährige Bonds im Volumen von sieben Milliarden Euro über Banken bei Investoren untergebracht, Italien platzierte am Mittwoch 30-jährige Papiere. „Die syndizierten Platzierungen zeigen, dass es kein großes Problem ist, sogar 30- jährige italienische Anleihen an die Investoren zu bringen“, erklärte Christian Lenk, Analyst für Festverzinsliche bei der DZ Bank AG in Frankfurt.

Die Kurse der US-Treasuries bewegten sich am Freitag in einer relativ engen Spanne um den Vortagesschluss. Zehnjährige Treasuries rentierten mit 1,88 Prozent knapp über Vortagesniveau.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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