Staatspapiere
Europäische Anleihen schwächer

Europäische Anleihen haben am Montag Verluste verzeichnet. Grund ist der erneute Anstieg des Einkaufsmanagerindex der Euro-Länder. Experten rechnen mit einem anhaltenden Abwärtstrend bei Staatspapieren.
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FrankfurtDer Einkaufsmanagerindex für die Eurozone verzeichnete im November den fünften Monat in Folge einen Anstieg, was die Nachfrage nach Festverzinslichen dämpfte. „Die europäischen PMIs waren stärker als erwartet, von Spanien einmal abgesehen, und das lastet auf den Bunds“, sagte Mathias von der Jeugt, Anleihenstratege bei KBC Bank NV in Brüssel. „Kurzfristig begrenzen die Daten die Chance, dass die Europäische Zentralbank weitere Lockerungen vornimmt. Wir glauben, dass der US-ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe auch die Konsenserwartung übertreffen und für weiteren Abwärtsdruck auf die Bunds sorgen kann.“

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen war am Montag mit 1,71 Prozent zuletzt zwei Basispunkte höher als am Freitag. Der Bund Future fiel um 25 Basispunkte auf 141,46 Prozent. Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen stieg um knapp drei Basispunkte auf 4,14 Prozent, entsprechende italienische Papiere rentierten mit 4,06 Prozent einen Basispunkt höher. Bei Treasuries stieg die Rendite um drei Basispunkte auf 2,78 Prozent. Die US-Bonds gaben damit den dritten Tag in Folge nach. Den Erwartungen zufolge werden Daten zum verarbeitenden Gewerbe und zum Arbeitsmarkt in den USA zeigen, dass die Wirtschaft stark genug ist, um ein Zurückfahren der geldpolitischen Stimuli durch die US-Notenbank im Dezember zu rechtfertigen. „Der Wirtschaft geht es besser, und die Wahrscheinlichkeit eines Tapering im Dezember hat zugenommen, auch wenn ich nicht glaube, dass sie es bereits jetzt tun werden“, sagte Philip Marey von Rabobank Groep in Utrecht.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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