Staatspapiere
EZB kauft keine Anleihen

Die erste Zinserhöhung seit Jahren und der Ruf Portugals nach Staatshilfen hielten die EZB diese Woche in Atem. Weitere europäische Anleihen kaufte man diese Woche jedoch nicht.
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Frankfurt

Das Volumen der Anleihebestände stagniere bei 77 Milliarden Euro, teilte die EZB am Montag mit. Zugleich lief die Laufzeit bei Staatspapieren im Volumen von 55 Millionen Euro aus.

Nach Angaben der EZB sind möglicherweise noch nicht alle Käufe in den Daten enthalten, weil manchmal die Abwicklung von Käufen länger dauern kann. Portugal hatte am Freitag offiziell um Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ersucht. Das Land kämpft mit einer seit Jahren lahmenden Wirtschaft. Erschwert wird seine Lage durch den Rücktritt der Minderheitsregierung von Jose Socrates, nachdem ein weiteres Sparpaket im Parlament gescheitert war. Am Donnerstag hatte zudem die EZB ihren Leitzins auf 1,25 Prozent erhöht. Es war die erste Zinserhöhung seit Sommer 2008.

Die EZB hatte zum Höhepunkt der Griechenland-Krise im Frühjahr 2010 mit dem Ankauf von Staatsanleihen begonnen. Die meisten Anleihen erwarb sie aber bereits in den ersten Monaten.

In den vergangenen elf Wochen hat sie lediglich nur dreimal zugegriffen. Die Ankäufe sind umstritten. Kritiker sehen damit steigende Inflationsrisiken verbunden, auch wenn die EZB die zusätzliche Liquidität in Feinsteuerungsoperationen ständig wieder aus dem Markt absaugt. Trichet betont zwar, dass das Programm bestehen bleibt. Doch Experten gehen davon aus, dass es die EZB langsam auslaufen lässt, solange sich die Schuldenkrise in der Euro-Zone nicht verschärft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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