Staatsschulden
Der Refinanzierungsbedarf ist enorm

Wenn Anleihen und Schatzanweisungen dieses Jahr fällig werden, müssen die größten Staaten der Welt mehrere Billionen Dollar zurückzahlen. Dieses Geld sammeln sie zwar wieder ein, aber zu einem höheren Preis.
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FrankfurtIn diesem Jahr beläuft sich der Refinanzierungsbedarf bei den Staatsschulden der weltweit größten Volkswirtschaften auf 7,43 Billionen Dollar. Dabei steigen die Anleiherenditen während sich die Staaten zugleich noch bemühen, ihre Haushaltsdefizite abzubauen.

Der Betrag der fälligen Anleihen und Schatzanweisungen der G-7-Staaten und von Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) ist gegenüber 2013 wenig verändert, liegt aber unter den 7,6 Billionen Dollar des Jahres 2012. Das zeigen Daten, die Bloomberg zusammengestellt hat.

In den USA steigt der Refinanzierungsbedarf um sechs Prozent auf 3,1 Billionen Dollar und ist damit der höchste unter den Staaten. Für Deutschland, Japan und Russland sinkt das Refinanzierungsvolumen während es in Italien, Frankreich, Großbritannien, China und Indien zunimmt.

Werden die fälligen Zinszahlungen auf Staatspapiere hinzugezählt, steigt der Refinanzierungsbedarf der G-7- und BRIC-Staaten dieses Jahr um rund 712 Milliarden Dollar auf 8,1 Billionen Dollar wie Daten von Bloomberg zeigen.

Die Haushaltsdefizite der Industriestaaten haben sich zwar von 7,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2009 auf 4,1 Prozent verringert. Sie sind aber noch um durchschnittlich das Doppelte höher als in dem Jahrzehnt vor dem Beginn der Finanzkrise. Die durchschnittlichen Anleiherenditen verzeichneten 2013 den größten Anstieg seit 2006 und die Finanzierungskosten der Staaten dürften sich weiter erhöhen, da die Weltkonjunktur Anzeichen einer Belebung zeigt und die US- Notenbank ihre beispiellosen Anleihekäufe zurückschraubt.

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