Stabile Konjunktur erwartet
Renditen der Staatsanleihen fallen deutlich

Die Kurse an den europäischen und amerikanischen Anleihemärkten sind zum Wochenauftakt überraschend deutlich gestiegen.

HB FRANKFURT. Am Freitag hatten schon schwache Konjunkturdaten die Bondmärkte gestützt, am Montag standen aber keine Daten an. Von daher schrieben Zinsstrategen wie Peter Müller von der Commerzbank die Hausse der Renten vor allem den schwachen Aktienmärkten zu. Dazu manifestierten sich auch in den fallenden Rohstoffpreisen die Ängste vor einem Konjunkturabschwung, der die Rentenkurse trieb. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sackte ab und lag am späten Abend bei 3,93 Prozent. So deutlich unter der Marke von vier Prozent hatte sie zuletzt Mitte April gelegen. Der Terminkontrakt Bund-Future gewann 0,42 Prozentpunkte auf 116,29 Prozent. In den USA fiel die Rendite zehnjähriger Treasuries ebenfalls und lag nur noch knapp über fünf Prozent.

„Die Stimmung hat sich – auch aus technischer Sicht – zu Gunsten von Anleihen gedreht“, sagte Zinsstratege Müller. Von konjunktureller Seite sei in den kommenden Tagen ebenfalls kein Störfeuer zu erwarten. Daten wie der Ifo-Geschäftsklimaindex am Mittwoch und Daten zum US-Wohnungsmarkt am Mittwoch und Donnerstag sollten eine leichte Abkühlung der Konjunktur signalisieren.

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