Stahlkonzern CSN
Thyssen-Spekulation sorgt für Anleihe-Absturz

Die Bonds der brasilianischen Cia. Siderurgica Nacional (CSN) haben vergangenen Monat so stark an Wert verloren wie die keines anderen Unternehmens der Stahl- und Eisenerzindustrie in Schwellenländern.
  • 0

FrankfurtHinter dem Einbruch stehen nicht zuletzt Spekulationen, der Konzern werde nicht profitable Werke von Thyssen-Krupp kaufen. Ein möglicher konkurrierender Mitbieter für die Americas-Sparte, Nucor Corp., stieg jetzt aus dem Rennen aus.

Die CSN-Papiere im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit bis 2020 hatten im vergangenen Monat 3,8 Prozent eingebüßt - das war das größte Minus unter allen Branchen- Konkurrenten im Bloomberg High Yield Emerging Market Corporate Bond Index.

Bei den Renditen der Anleihen, die am 17. Juli von Fitch Ratings auf “Ramsch” herabgestuft wurden, ging es innerhalb eines Monats um 0,81 Prozentpunkte nach oben auf 7,77 Prozent - auch wenn die Kreditkosten für die Unternehmen des Indexes insgesamt sanken. Am frühen Donnerstagabend deutscher Zeit erreichten sie mit 7,88 Prozent ein neues Allzeithoch.

“Wir sind raus, U.S. Steel ist raus, Mittal und Nippon sind raus”, sagte Dan DiMicco, Chairman von Nucor Corp., unter Bezugnahme auf das gemeinsame Angebot von Arcelor-Mittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp. vor wenigen Tagen in einem Interview mit Bloomberg News. Der brasilianische Konzern “ist ihre einzige Hoffnung”.

Thyssen versucht bereits seit einem Jahr, die America-Sparte loszuwerden. Vorstandschef Heinrich Hiesinger bemüht sich um einen Verkauf, da die sinkende Nachfrage aus den Branchen Bau und Automobil sowie die Konkurrenz aus China die Preise unter Druck setzen und die Gewinnmargen belasten.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Stahlkonzern CSN: Thyssen-Spekulation sorgt für Anleihe-Absturz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%