Standard & Poor's
Keine sofortige Ratingänderung bei Italiens Banken

Die italienische Regierung will die kriselnde Bank Monte Paschi mit Steuergeldern vor dem Aus retten. Die Ratingagentur S&P möchte deswegen aber nicht direkt die Bonitätsbewertungen italienischer Banken ändern.
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MailandDie Einrichtung eines milliardenschweren Fonds zur Stabilisierung des Bankensektors in Italien hat nach Einschätzung der Ratingagentur S&P zunächst keine unmittelbare Auswirkung auf die Bewertung der Bonität der Geldhäuser. Die Rettungsaktion verschaffe dem Bankensektor zwar etwas Erleichterung, teilte die US-Agentur am Freitag mit. Sie könne aber nicht dessen grundlegende Probleme lösen. Deshalb wolle S&P zunächst einmal die Entwicklung in der Branche abwarten.

Die italienische Regierung entschärft die Bankenkrise mit einer milliardenschweren Rettungsaktion und bewahrt das Institut Monte Paschi mit Steuergeld vor dem Aus. Nachdem das akut gefährdete drittgrößte Geldhaus des Landes die zur Sanierung benötigten fünf Milliarden Euro bei Anlegern nicht zusammenbekam, zog der Staat die Reißleine: Per Dekret rief das Kabinett von Ministerpräsident Paolo Gentiloni zum Wochenschluss einen 20 Milliarden Euro schweren Fonds zur Stabilisierung des Bankensektors ins Leben. Die Ratingagentur Moody's begrüßte den Schritt und sprach davon, dass die Gefahr einer Ansteckung größerer Banken damit gemindert worden sei. Die Branche ächzt in Italien unter einer Last fauler Kredite in Höhe von 356 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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