Stimmung gedreht
Fed-Kommentar belastet Anleihekurse

An den Anleihemärkten in Europa und den USA hat die Stimmung am Mittwoch gedreht. Händler spekulierten, dass eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank weniger wahrscheinlich sei, als es das aktuelle Kursniveau widerspiegele.

HB FRANKFURT. Jeffrey Lacker, Präsident der Fed in Philadelphia, hatte am Vorabend gesagt, starke Kursschwankungen an den Finanzmärkten allein seien kein Grund, den Leitzins zu reduzieren. Im Euro-Raum fiel darüber hinaus das Volumen der Auftragseingänge für das produzierende Gewerbe höher aus als erwartet. Dies wurde als Indikator für eine stabile Konjunktur gewertet, so dass Anleger aus Anleihen in riskantere Investments umschichteten.

Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, nochmals 40 Mrd. Euro in den Geldmarkt zu geben, beschleunigte den Abwärtstrend der Bondkurse in den USA und Europa diesmal eher noch. Der Bund-Future, der die längerfristigen Erwartungen für Zinstitel abbildet, verlor bis zum Nachmittag 0,52 Prozentpunkte auf 113,23 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die sich gegenläufig zu den Kursen bewegt, lag markant höher bei 4,31 Prozent. Auch für die Rendite der US-Treasuries ging es stark aufwärts auf 4,66 Prozent. Am Markt für Neuemissionen platzierte Portugal eine zehnjährige Anleihe im Volumen von einer Mrd. Euro mit einem Kupon von 4,35 Prozent.

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