S&P stufte Rating herab
VW plant Benchmark-Anleihe

Volkswagen, Europas größter Automobilhersteller, plant noch für dieses Jahr die Emission einer Benchmark-Anleihe. Der Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.

HB FRANKFURT. Auf Grund der jüngsten Herabstufung durch die internationale Ratingagentur Standard & Poors' (S&P) sei das Unternehmen aber vorsichtig, was den Zeitpunkt der Emission betreffe, sagte ein Sprecher des Wolfsburger Automobilherstellers am Mittwoch. Bonds im Benchmark-Format haben mindestens ein Volumen von 500 Millionen Euro. Aus Marktkreisen verlautete, dass der Bond ein Volumen von mindestens einer Milliarde Euro und eine Laufzeit von etwa sieben Jahren haben werde.

Standard & Poor's (S&P) hatte Mitte Juni das Rating für die langfristigen Verbindlichkeiten des Autoherstellers auf „A-“ von „A“ gesenkt. Das Rating für die kurzfristigen Verbindlichkeiten war auf „A-2“ von „A-1“ heruntergestuft worden. Der Ausblick sei negativ, hieß es damals. Die Herunterstufung begründete die Ratingagentur mit der Einschätzung, dass Profitabilität und Freier Cash Flow bei VW mittelfristig schwach bleiben dürften.

Volkswagen konnte im ersten Quartal nur dank seiner Finanzsparte einen Verlust vermeiden. Vorsteuerergebnis und Reingewinn brachen von Januar bis März um fast 90 Prozent ein, was VW mit weiterhin hohen Kosten für Modellanläufe, negativen Währungseffekten und den Folgen der schwachen Autonachfrage begründete. Volkswagen wies lediglich einen kleinen Reingewinn von 26 Millionen Euro aus, der allerdings um 87 Prozent niedriger als im Vorjahreszweitraum war. Im Gesamtjahr will VW ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen in Höhe des Vorjahres von 2,5 Milliarden Euro erreichen. Dabei soll das eingeleitete Sparprogramm helfen, mit dem VW bis Ende 2005 zwei Milliarden Euro Kosten zusätzlich sparen will.

Die im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistete VW-Aktie schloss am Mittwoch in einem freundlichen Börsenumfeld 1,1 Prozent tiefer auf 33,58 Euro.

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