Talfahrt: Terminkontrakte geraten kräftig unter Druck

Talfahrt
Terminkontrakte geraten kräftig unter Druck

Der Bund-Future ist gestern den zweiten Tag in Folge auf Talfahrt gegangen. Auslöser für die Kursverluste waren zunächst die Erholung an den Aktienmärkten und die Angst vor stärker als erwarteten Leitzinserhöhungen im Euro-Raum und den USA. Die Sorge wurde geschürt durch Kommentare von Notenbankvertretern und niedriger als erwartet ausgefallene wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.

HB FRANKFURT. Aber weder der wesentlich schwächer als erwartet ausgefallene Geschäftsklimaindex der Notenbank von Philadelphia noch die schlechten Hausbaudaten für Dezember halfen den Anleihen.

Am späten Abend lag der Bund-Future 0,74 Prozentpunkte im Minus bei 121,49 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sprang auf 3,35 Prozent, die der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf 4,38 Prozent.

Am Markt für neue Unternehmensbonds stand neben Telefónica (Seite 30) Porsche im Blickpunkt. Der Autohersteller begab eine nachrangige Hybrid-Anleihe mit unendlicher Laufzeit über eine Mrd. Euro, die er auf sein Eigenkapital anrechnen kann. Porsche kann den Bond, der mit 7,2 Prozent verzinst wird, nach fünf Jahren zurückzahlen. Die Verzinsung erhöht sich aber nicht, anders als bei vergleichbaren Hybrid-Anleihen von Industriefirmen. Außerdem hat Porsche kein Rating, und die Verzinsung gilt als vergleichsweise gering. Trotzdem war die Nachfrage extrem hoch. Die Konsortialführerin Merrill Lynch bekam Kaufaufträge über 4,25 Mrd. Dollar. „Bemerkenswert war die stattliche Nachfrage von asiatischen auf Privatanlegern ausgerichtete Banken, sagte Marcus Offenhuber von Merrill Lynch.

Nächste Woche begibt Porsche auch herkömmliche Bonds. Geplant sind eine fünf- und eine zehnjährige Euro-Tranche über mindestens je 500 Mill. Euro, für die sich Barclays Capital, Hypo-Vereinsbank und Merrill Lynch das Mandat teilen. cü

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