Terminkontrakt Bund-Future schließt leicht im Minus
Preisdaten stützen Anleihen

Unerwartet niedrige Lohnstückkosten in den USA haben den amerikanischen und europäischen Anleihemärkten am Dienstag Rückhalt gegeben. Im zweiten Quartal erhöhten sich die Lohnkosten je produzierter Einheit gegenüber dem Vorquartal um nur 1,3 Prozent.

cü FRANKFURT/M. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem deutlich höheren Anstieg um drei Prozent gerechnet, nachdem die Lohnstückkosten im ersten Quartal um 3,3 Prozent gestiegen waren. Lohnstückkosten sind auch ein Maßstab für den Einfluss der Gehälter auf die Inflationsentwicklung.

Vor diesem Hintergrund verpufften die im zweiten Quartal besser als erwartet ausgefallenen Daten zur Produktivität in den USA, die im zweiten Quartal um 2,2 Prozent und nicht wie prognostiziert um zwei Prozent stieg.

Zum Handelsende lag der Terminkontrakt Bund-Future 0,07 Prozentpunkte im Minus bei 121,28 Prozent. Vor den US-Daten hatte er 0,02 Prozentpunkte im Minus gelegen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,01 Prozentpunkt auf 3,38 Prozent, mit der gleichlaufenden US-Staatsanleihe ging es dagegen leicht nach unten auf 4,40 Prozent. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend, bei der der Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 3,50 Prozent angehoben wurde, lag diese noch bei 4,43 Prozent.

Händler maßen den am Dienstag veröffentlichten US-Daten nicht allzu viel Bedeutung bei. Wichtiger für die Rentenmärkte seien die am Donnerstag erwarteten Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen und der am Freitag anstehende Index des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan.

Der Markt für neue Anleihen steht noch im Zeichen der Sommerflaute. Erst im September wird sich das Geschäft beleben. Dann will auch Polen den Bondmarkt mit einer Dollar-Emission – der ersten seit knapp zwei Jahren – anzapfen. Die Konsortialführer der Anleihe und deren Laufzeit will Polen am Mittwoch bekannt geben. Als Volumen peilt das osteuropäische Land eine bis anderthalb Mrd. Dollar an.

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