Trotz Niedrigzins
Bundesanleihen weiter beliebt

Deutschland profitiert in der Krise weiter von seinem Status als sicherer Hafen: Anleger gieren nach Bundesanleihen, obwohl die Rendite erneut weit unter einem Prozent lag.
  • 0

BerlinTrotz niedriger Zinsen ist der Appetit der Investoren auf Bundesanleihen gestiegen. Der Bund teilte bei der Aufstockung von Bundesobligationen (Bobl) mit fünfjähriger Laufzeit knapp 3,3 Milliarden Euro zu, teilte die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur am Mittwoch mit. Mehr als 700 Millionen Euro behielt der Bund zur Marktpflege zurück.

Die Investoren erhielten eine durchschnittliche Rendite von 0,52 Prozent. Bei der Auktion im Juni war der Zins mit 0,41 Prozent etwas niedriger ausgefallen. Zugleich zog die Nachfrage kräftig an: Die Auktion war 2,7-fach überzeichnet. Im Juni hatte die Nachfrage das Angebot nur um das 1,6-Fache übertroffen.

"Investoren vertrauen der Qualität der Papiere des Benchmark-Emittenten in der Eurozone", sagte ein Sprecher der Finanzagentur. Das Ergebnis der Auktion spiegele zugleich die volatile und durch Unsicherheit gekennzeichnete Marktsituation wider. Für den Bund sei es als wirtschaftlich sehr gut zu bewerten.

An der Auktion nahmen 34 von 39 Mitgliedern der Bietergruppe Bundesemissionen teil. Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Status als sicherer Hafen. Anleger sind deshalb bereit, auf Rendite zu verzichten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Niedrigzins: Bundesanleihen weiter beliebt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%