Trotz Niedrigzinspolitik
Kreditklemme in Italien verschärft sich

Die Niedrigzinspolitik der EZB zahlt sich für Italien bislang überhaupt nicht aus. Von einem Plus an Firmenkrediten ist nichts zu merken. Die EZB versucht derzeit, die Konjunktur mit rekordniedrigen Zinsen anzukurbeln.
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MailandTrotz der Niedrigzinspolitik der EZB fließen die Firmenkredite in Italien immer spärlicher. Im Oktober gewährten die Banken 4,9 Prozent weniger Darlehen als im Vorjahresmonat, wie die italienische Notenbank am Montag mitteilte. Derart stark war die Kreditvergabe zuletzt im Juli 2011 eingebrochen. Im September war sie um 4,2 Prozent geschrumpft. Die Zurückhaltung der Banken liegt auch daran, dass sie so viele faule Kredite in ihren Büchern haben wie nie zuvor. Im Oktober ist das Volumen auf das Rekordniveau von 147 Milliarden Euro angeschwollen. Das sind 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Notenbank hatte die Geldhäuser aufgefordert, Pakete mit ausfallgefährdeten Krediten an interessierte Investoren zu veräußern und somit Kapital für die Vergabe von neuen Darlehn freizusetzen. Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone war in den Sommermonaten bereits das neunte Quartal in Folge geschrumpft und steckt in der längsten Rezession der Nachkriegszeit.

Die EZB versucht derzeit, die Konjunktur und damit auch die Kreditvergabe in der Euro-Zone mit rekordniedrigen Zinsen anzukurbeln. Dabei wird als eine weitere Option darüber diskutiert, eine Art Strafzins auf überschüssiges Geld zu erheben. Damit könnten die Finanzinstitute nach Ansicht der Befürworter des sogenannten negativen Einlagezinses dazu bewegt werden, mehr Kredite zu vergeben statt das Geld bei der Zentralbank zu bunkern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Niedrigzinspolitik : Kreditklemme in Italien verschärft sich"

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  • Und was ist ihre Nationalitaet? Doch nicht Deutsch, oder?
    Wenn ja, schauen sie mal in den Spiegel und stellen sie die die Frage nach den dummen Deutschen nochmal!

  • Ein herzlichen Dank an den deutschen Michel, für die vielen Weihnachtsgeschenke.

  • Die Notenbank hatte die Geldhäuser aufgefordert faule Kredite an Interessenten zu veräußern. Ein Aufruf wie damals bei der Häuserkrise in den USA, der die weltweite Finanzkrise auslöste. Also liebe Italiener - verpackt die ganzen faulen Kredite in undurchsichtge Pakete, gebt den Ratingaganuren jeweils 250.000 Dollar, dann bewerten diese bestimmt diese faulen Kredite mit AAA und vesrscherbelt diese am Markt. Da sieht man das ganze Absurdistan der Geldpolitik. Aber keine Angst liebe Italiener, euch passiert schon nichts - notfalls kauft euch Herr Draghi und seine mafiöse EZB die faulen Kredite ab. Die bekommen dann wir deutsche Steuerzahler übergestülpt. Oder wartet noch ein bisschen, bis die dummen Deutschen den Vertrag zur Bankenunion unterzeichnet haben. Dann könnt ihr die faulen Kredite schön in ganz Europa verteilen, hauptsächlich aber an den dummen deutschen Michel. Der deutsche Michel hat das ja bei der Bundestagsahl ausdrücklich so gewollt.

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