Trotz Währungskrieg
Bond-Investoren setzen auf Schwellenländer

Schwellenländer pumpen Milliarden in Märkte, um die Talfahrten ihrer Währungen zu stoppen – bislang erfolglos. Anleihe-Emittenten aus diesen Ländern bleiben jedoch ruhig. Denn einen Mangel an Investoren gibt es nicht.
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DüsseldorfDer Einbruch der Währungen in Schwellenländern wie Malaysia oder Türkei bedroht auch ihre Bondmärkte. Doch eigentlich geht es den Anleihe-Emittenten aus diesen Ländern recht gut. In Dollar denominierte Bonds von Unternehmen aus Schwellenländern haben von Jahresbeginn bis zum 19. August 2,3 Prozent zugelegt, zeigen Bloomberg-Daten. Gleichzeitig büßten US-Bonds der Güteklasse Investment Grade 0,2 Prozent ein, für Gold ging es 4,3 Prozent abwärts und für die Aktienkurse weltweit um 0,4 Prozent.

Nachdem Währungen von der türkischen Lira bis zum kolumbianischen Peso auf Allzeittiefstände eingebrochen sind, hatten Investoren befürchtet, dass es zu einer Welle von Zahlungsausfällen unter den Bond-Emittenten dieser Länder kommen könnte. Sie argumentieren, dass es den Unternehmen schwerer fallen dürfte, ausreichend Dollar für den Schuldendienst zusammenzukratzen.

Für einige Konzerne könnte dies tatsächlich ein Problem darstellen, eine breitere Krise sei jedoch unwahrscheinlich, sagen Experten von Alliance Bernstein und Union Investment. Denn viele der Emittenten von Dollar-Bonds sind Exporteure, deren Einnahmen in Fremdwährungen anfallen. Verliert ihre Landeswährung an Wert, steigen gleichzeitig ihre Einnahmen, sobald sie in die eigene Währung umgetauscht werden. Die höheren Zahlungsverpflichtungen werden dadurch also ausgeglichen.

„Der Markt ist nicht so anfällig wie oft angenommen”, sagt Shamaila Khan, Vermögensverwalterin für Schwellenmärkte bei AllianceBernstein in New York. „Die große Mehrheit der Unternehmen profitiert von der aktuellen Währungsabwertung. Es besteht kein systemisches Risiko.”

Schwellenland-Währungen befinden sich aus einer Vielzahl von Gründen im freien Fall: In China schwächt sich die Wirtschaft ab, in den USA besteht die Aussicht auf höhere Kreditkosten und weltweit brechen die Rohstoffpreise ein. Brasiliens Real hat zum Dollar seit Jahresbeginn 34 Prozent eingebüßt, für den kolumbianischen Peso ging es 38 Prozent abwärts und für die türkische Lira 26 Prozent.

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Analysten sehen Währungsschwäche noch nicht als Systemrisiko

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