Trotz Zypern-Krise
Kauflaune am europäischen Anleihemarkt

Das klamme Spanien kommt trotz Zypern-Krise günstiger an frisches Geld. Frankreich gibt Anleihen sogar mit historisch niedrigen Zinsen aus. Die Zinsentscheidung der EZB konnte die Kauflaune nicht dämpfen.
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An den Bondmärkten hat sich am Donnerstag nach Auktionen spanischer und französischer Anleihen anhaltendes Kaufinteresse gezeigt, das auch nach der EZB- Entscheidung, den Leitzins unverändert zu lassen, weiter Bestand hatte. Nach Vorlage der jüngsten US-Arbeitsmarktdaten bauten auch US-Treasuries ihre Gewinne aus.

Bei den deutschen Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sank die Rendite um drei Basispunkte auf 1,26 Prozent. Der Bund-Future legte 31 Basispunkte auf 145,83 Prozent zu.

Bei der Auktion spanischer Anleihen platzierte Spanien Papiere über 4,3 Mrd. Euro gegenüber dem Maximalziel von 4 Mrd. Euro. Die Rendite zehnjähriger spanischer Bonds sank im Verlauf um drei Basispunkte auf 4,87 Prozent.

„Es war eine recht gute Auktion in Spanien“, sagte Michael Leister, Zinsstratege bei Commerzbank AG. Das zugeteilte Volumen habe über der angestrebten Bandbreite gelegen und belege, dass Spaniens Zugang zu Finanzierungsquellen sehr solide sei. Das sollte Peripherie-Anleihen stützen.

Frankreich platzierte zehnjährige Anleihen zu rekordniedriger Rendite von 1,94 Prozent. Insgesamt begab Frankreich Anleihen im Volumen von 6,971 Mrd. Euro. Am Nachmittag markierte die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen bei 1,912% ein Rekordtief. Die Rendite zehnjähriger österreichischer Anleihen sank ebenfalls auf ein Rekordtief von 1,633 Prozent.

In den USA rentierten Treasuries mit Fälligkeit in zehn Jahren fünf Basispunkte niedriger bei 1,76 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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