Trotz Zypern-Krise: Spanien kommt günstiger an frisches Geld

Trotz Zypern-Krise
Spanien kommt günstiger an frisches Geld

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen tritt bei 1,38 Prozent auf der Stelle. Nicht so in Spanien: Trotz der Zypern-Krise platzierte das Sorgenland Anleihen im Volumen von 4,5 Milliarden Euro und die Renditen sinken.
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FrankfurtTrotz einer drohenden Pleite des Euro-Landes Zypern kommt Spanien günstiger an frisches Geld. Das klamme Land platzierte am Donnerstag Anleihen mit drei verschiedenen Laufzeiten im Volumen von 4,5 Milliarden Euro und zahlte dafür durchweg niedrigere Renditen als zuletzt. Für die zehnjährigen Papiere wurde ein Zins von 4,898 Prozent fällig, zuletzt waren noch 4,917 Prozent fällig geworden. Auch die Anleihen mit Laufzeiten bis 2015 und 2018 rentierten mit 2,275 Prozent beziehungsweise 3,557 Prozent niedriger als zuletzt.

Das war mehr als geplant. Vor der Auktion war ein Erlös in der Spanne zwischen 3,0 Milliarden Euro und 4,0 Milliarden Euro anvisiert worden. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings die gesunkene Nachfrage nach den zehnjährigen Anleihen: Diese Auktion war mit einer Überzeichnungsquote von 1,9 Prozent nicht mehr so gut besucht wie zuletzt, als die Nachfrage das Angebot um das 2,3-Fache überstiegen hatte.

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen tendierte am Donnerstagvormittag mit 1,38 Prozent seitwärts. Der Terminkontrakt Bund-Future gab um 10 Basispunkte auf 144,20 Prozent nach.

Am Vormittag waren Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, Frankreich und die Eurozone veröffentlicht worden. „Die französischen Stimmungsindizes enttäuschen erneut, und auch die deutschen Werte sind vor dem Hintergrund der verbesserten ZEW-Umfrage sehr unbefriedigend”, schreibt Helaba-Analyst Ulrich Wortberg in einem Kommentar. „Die Vorgaben für den morgigen ifo-Geschäftsklimaindex sind uneinheitlich. Überraschungen auf der Oberseite wird es wohl nicht geben.”

Zehnjährige italienische Bonds rentierten fünf Basispunkte niedriger bei 4,58 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries gab minimal nach und lag bei 1,95 Prozent.

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Bloomberg / Nachrichtenagentur
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  • Wie immer kein Mensch ändert seine Positionen wegen Zypern (oder wegen einem anderen "Euro-Austrittskandidat"), nur die Medien klopfen auf den Busch. Es wird Zeit, daß die Editoren die Artikel etwas dämpfen. Die Welt und/oder Europa gehen nicht unter. Auch Zypern verschwindet nicht im Mittelmeer.

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