Umbruch bei Pimco
El-Erian bringt Allianz in die Bredouille

Die Vermögensverwaltung Pimco verliert jeden Monat Milliarden. Nun tritt auch noch einer der Chefs zurück. Damit bekommt auch der Mutterkonzern Allianz ein Problem. Der Aktienkurs der Münchener gibt nach.
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DüsseldorfDer Allianz kommt eine wichtige Führungskraft abhanden: Mohamed El-Erian zieht sich zurück. Er wird seinen Posten als Chef von Pimco, der Allianz-Tochter für Vermögensverwaltung, Mitte März abgeben. El-Erian ist eines der bekanntesten Gesichter der Finanzwelt, fast eine Art Promi. Sein Rücktritt wirft Fragen auf.

Pimco ist der größte Anleiheinvestor der Welt, seit 2000 gehört die Gesellschaft zum Allianz-Konzern. Sie verwaltet fast zwei Billionen Dollar, was mehr als 80 Prozent der von der Allianz verwalteten Vermögenswerte ausmacht. Jahrelang steuerte Pimco einen beträchtlichen Teil zum Gewinn der Allianz bei. Im Jahre 2012 und in den ersten neun Monaten 2013 summierte sich der Beitrag auf knapp ein Drittel. Doch im vergangenen Jahr riss die Erfolgsserie. Die Strategie der Vermögensverwalter ging nicht auf. Kunden liefen in Scharen davon.

Welche Rolle die schwache Performance für den Abgang von El-Erian spielt, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht seriös beantworten. Er habe „eine wirklich wundervolle Zeit“ bei Pimco gehabt, schrieb El-Erian in einer E-Mail. Über die Gründe für den Rücktritt verriet er nichts. Von Pimco gibt es dazu ebenfalls keine offizielle Erklärung. Die Allianz erklärte, der Topmanager solle Mitglied des International Executive Committees bleiben. Damit wäre er eine Art Botschafter des Münchener Konzerns. Darüber hinaus äußerte sich die Allianz auf Anfrage nicht. Das heizt die Spekulationen weiter an.

An der Börse sorgte der Rückzug für Unruhe. „Der überraschende Wechsel führt zu Unsicherheiten auch mit Blick auf die Muttergesellschaft“, sagte ein Händler an der Börse in Frankfurt. Die Aktie der Allianz fiel am Mittwoch zeitweise um zwei Prozent auf 129,85 Euro.

„Er ist definitiv ein Verlust für jede Gesellschaft“, kommentierte Axel Weber, Chef der Schweizer Großbank UBS, in einem Interview in Davos. Pimco habe ein hartes Jahr hinter sich, überhaupt sei das gesamte Vermögensverwaltungsgeschäft sehr hart, insbesondere wenn man Anleiheinvestor sei.

El-Erian, der in Ägypten aufwuchs und in Oxford und Cambridge studiert hat, stand gemeinsam mit dem Star-Investor Bill Gross an der Spitze von Pimco. Er trat in den vergangenen Jahren auf internationalen Konferenzen auf, bestens verdrahtet, ständig in den Medien präsent. Er galt als Vermittler, der mit verständlichen Worten erklären konnte, wie die Märkte ticken oder wie es um die Weltwirtschaft steht, nicht selten bezog er politisch Stellung.

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  • Warum? Ein Königreich verträgt nur einen König! Das sollte sich übrigens auch die Deutsche Bank zu Herzen nehmen.

  • ... das argentinisch/griechisch/zypriotische Modell wird Schule machen...

  • Wer Anleihen im Portfolio hat sollte sich warm anziehen. Oder besser noch, ein Feuerchen damit machen.

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