Umstrittenes Kaufprogramm
Mögliche EZB-Geldflut beflügelt Anleihen

Die Europäische Zentralbank könnte der Konjunktur unter die Arme greifen und Wertpapiere kaufen. Das Kaufprogramm ist allerdings höchst umstritten. Doch Anleger warten nicht lange und greifen bereits zu.
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FrankfurtIn der Hoffnung auf milliardenschwere Hilfen der Europäischen Zentralbank sind Anleger am Freitag wieder in südeuropäische Staatanleihen eingestiegen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen griechischen Papiere auf 7,826 Prozent. Am Vortag waren sie zeitweise auf mehr als neun Prozent gestiegen, weil es Spekulationen um vorgezogene Neuwahlen gab und viele Investoren den geplanten vorzeitigen Rückzug Griechenlands aus dem europäischen Rettungsprogramm skeptisch sehen.

„Der Kurssturz der südeuropäischen Anleihen in den vergangenen Tagen erhöht die Wahrscheinlichkeit von QE“, sagte ein Bond-Händler. Mit QE oder Quantitative Easing bezeichnen Börsianer Wertpapierkäufe von Notenbanken, mit denen diese zusätzliches Geld in die Finanzmärkte pumpen, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen. Seit der Finanzkrise haben die Notenbanken der USA, Großbritanniens und Japans zu diesem Mittel gegriffen.

Die Anleihen anderer südeuropäischer Staaten, die im Sog der griechischen Titel ebenfalls nachgegeben hatten, gingen am Freitag ebenfalls auf Erholungskurs. Die Rendite der zehnjährigen italienischen Titel ging auf 2,52 Prozent von 2,58 Prozent am Vortag zurück. Die vergleichbaren spanischen Papiere rentierten bei 2,173 (2,218) Prozent.

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