Unternehmensanleihen Broker fürchten Ausfälle bei China-Bonds

Wachstum ist teuer: Im kommenden Jahr müssen chinesische Unternehmen ein riesiges Volumen an Krediten tilgen. Greift die Notenbank nicht ein, könnten die Betriebe in die Bredouille geraten.
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Die Chinesen freuen sich auf Weihnachten. Doch danach könnte es bitter werden: Viele Schuldner müssen Kredite zurückzahlen. Quelle: Reuters

Die Chinesen freuen sich auf Weihnachten. Doch danach könnte es bitter werden: Viele Schuldner müssen Kredite zurückzahlen.

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DüsseldorfChinesische Unternehmen müssen im kommenden Jahr 312 Milliarden Euro (2,6 Billionen Yuan) an ihre Gläubiger zurückzahlen. Zum Vergleich: Die Summe entspricht etwa dem doppelten Bruttoinlandsprodukts von Irland. Experten fürchten derweil, dass es zu Zahlungsausfällen kommen könnte.

Es deutet einiges darauf hin: Der fällige Gesamtbetrag für Zinsen und Tilgungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent gestiegen und liegt damit auf einem historischen Höchststand. Das Institut China International Capital (CICC) erhebt die Daten seit 2008.

Nicht nur Unternehmensanleihen mit Ramschstatus sind von vermeintlichen Zahlungsausfällen betroffen: Die Renditen auf zehnjährige Unternehmensbonds mit einem soliden Triple-A-Rating sind seit dem 31. Dezember um 89 Basispunkte auf 6,18 Prozent geklettert, Ende November erreichten die Papiere sogar eine Rendite von 6,23 Prozent.

Zum Vergleich: Der weltweite Renditeanstieg bei vergleichbaren Papieren beträgt im laufenden Jahr 70 Basispunkte auf 2,68 Prozent. Steigt die Rendite einer Anleihe fällt der Preis. Eine höhere Rendite spiegelt ein höheres Ausfallrisiko wieder.

Der Gouverneur der chinesischen Notenbank, Zhou Xiaochuan, hat signalisiert, dass die Zentralbank bei übermäßiger Verschuldung eingreifen wird. Daraufhin sind die Kreditkosten gestiegen. Einige Unternehmen haben deshalb ihre Finanzierungsvorhaben verschoben. „Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls nimmt enorm zu, denn 2014 werden Papiere in Rekordvolumen fällig“, sagte Shi Lei, Leiter der Anleihen-Analyse-Abteilung bei Ping An Securities in Peking.

Goldene Regeln für den Vermögensaufbau
realistische ziele definieren
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1. Realistische Ziele definieren

Wozu soll das Vermögen dienen? Wollen Sie sich Wünsche wie die das schicke Auto oder teure Reisen erfüllen, oder geht es eher um die eigene Immobilie oder Altersvorsorge? Von der Antwort auf diese Fragen hängt ab, wie viel Vermögen sie brauchen und welche Anlageform sich letztlich anbietet.

sparbudget erfassen
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2. Sparbudget erfassen

Zunächst gilt es, das Budget für die Geldanlage realistisch einzuschätzen. Ist schon Geld verfügbar, sollten Sparer prüfen, ob und wie lange sie gegebenenfalls darauf verzichten können. Denn je länger das Geld ungestört Rendite abwerfen kann, umso besser klappt der Vermögensaufbau. Sollten etwa Neuanschaffungen oder größere Ausgaben in absehbarer Zeit anstehen, sollten Sie dafür schon mal Geld zurücklegen oder zumindest schnell verfügbar halten. Ist keine Grundstock vorhanden, gilt es zunächst monatliche Einnahmen und Ausgaben in einer Übersicht zu erfassen und so das für den Vermögensaufbau zur Verfügung stehende Budget zu ermitteln.

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3. Risikoschutz und eiserne Reserven

Bevor jeder freie Euro in die Sparpläne gesteckt wird, sollten Anleger prüfen, ob ausreichend Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben vorhanden ist. Allgemein sind mindestens drei Nettoeinkommen auf dem Tagesgeldkonto empfehlenswert. Zudem sollten wesentliche existenzielle Risiken wie Haftpflicht, Hausrat oder Arbeitslosigkeit, Unfall, und Todesfall abgesichert sein. Das ist insbesondere für die Hauptverdiener von Familien wichtig.

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4. Risikoneigung hinterfragen

Steht fest, welche Beträge angelegt werden können, ist die eigene Risikoneigung einzuschätzen. Generell sind höhere Renditechancen mit größeren Risiken verbunden. Die zentrale Frage lautet, welche Verluste Sie bereit sind hinzunehmen, wenn sich dadurch die Chance auf eine höhere Rendite eröffnet. Dabei spielt der Anlagehorizont eine wesentliche Rolle.

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5. Anlagehorizont im Blick behalten

Wer sein Vermögensaufbauziel erst in vielen Jahren erreichen will und Verluste aussitzen kann, kann auch höhere Risiken eingehen. Dann können etwa Verluste an den Börsen über die Jahre mit der Erholung der Märkte wieder ausgeglichen werden. Je näher der Zeitpunkt der Zielerreichung rückt, umso konservativer und damit risikofreier sollte das Vermögen angelegt sein. Wer etwa für die Altersvorsorge spart, kann zunächst noch einen großen Anteil in riskantere Anlagen wie Aktien stecken und diesen Anteil im Laufe der Jahre allmählich in Rentenpapiere umschichten, bei denen das Verlustrisiko geringer ist.

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6. Anlageinstrumente clever auswählen

Sicher und kurzfristig verfügbar ist etwa das Tagesgeldkonto, dafür liegt die Rendite oft unterhalb der Inflationsrate. Fonds und Rentenpapiere bieten bessere Chancen, aber auch Verlustrisiken. Bei Aktien können Kurse stark schwanken, bei Unternehmenspleiten droht Totalverlust. Und mit einigen hochspekulativen Finanzinstrumenten wie bestimmten Zertifikaten können die Verluste sogar den Kapitaleinsatz übersteigen. Dafür winken hohe Gewinne, wenn es gut läuft. Wer monatlich Geld in den Vermögensaufbau stecken will, ist in aller Regel mit Renten-, Fonds- oder Aktiensparplänen gut beraten. Generell gilt: Informieren Sie sich gründlich, lesen Sie das Kleingedruckte und kaufen Sie nur, was sie auch verstehen.

nicht alle eier in einen korb legen
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Die alte Börsenweisheit "Nicht alle Eier in einen Korb legen" stösst derzeit an Grenzen.

Bild: Marcel Stahn für Wirtschaftswoche

„Die Politik der Notenbank, die Verschuldung zu kontrollieren, die wohl eine ganze Weile weiterbestehen dürfte, wird Unternehmen aus dem Markt drängen, die schlechte Kreditprofile aufweisen. Letztlich wird es für eine Bereinigung der Wirtschaft hilfreich sein“, sagte Shi. Die Summe von 312 Milliarden Euro, die im kommenden Jahr fällig wird, teilt sich auf in 253 Milliarden Euro an Tilgungen und 59 Milliarden Euro an Zinsen - beides sind Rekordwerte.

Peking entscheidet über Zahlungsausfälle
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