Unternehmensanleihen: Siemens-Anleihe notiert im Minus

Unternehmensanleihen
Siemens-Anleihe notiert im Minus

Die Renditen einiger Unternehmensanleihen sind zuletzt unter null gefallen. Das zeigt, wie die quantitative Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Anleihemärkte verzerrt.

DüsseldorfDie im Juni 2018 fällige Anleihe von Siemens mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro notiert derzeit bei minus 0,024 Prozent. Auch bei der im Mai 2018 fälligen Anleihe von Shell über 2,5 Milliarden Euro liegt die Rendite bei minus 0,026 Prozent. 

Vor allem die ultralockere Geldpolitik der EZB ist schuld an den Minus-Renditen. Denn angesichts negativer Einlagenzinsen suchen Vermögensverwalter nach anderen sicheren Orten, um Liquidität zu parken. Auch die Absicht der EZB, mit dem Ankauf von Unternehmensanleihen aus dem Nicht-Banken-Sektor zu beginnen, stützte die Notierungen.

„Das ist ein Teil der glasklaren Botschaft der EZB“, sagt Luke Hickmore, Leitender Investmentmanager bei Aberdeen Asset Management in Edinburgh. „Geht Risiken ein, bei der Bonität oder der Laufzeit, und helft uns, die Firmen längerfristig zu finanzieren.“

Die EZB hat unlängst angekündigt, ihr Anleihenkaufprogramm auf monatlich 80 Milliarden Euro auszuweiten. Teil des Programms der EZB ist auch der Aufkauf von „Covered Bonds“, also Pfandbriefe. Auf dem Markt für Covered Bonds begab erstmals die Berlin Hyp AG im März Papiere mit Negativrendite und war damit der erste nicht-staatliche Emittent, der sich für die Geldbeschaffung in Euro bezahlen ließ.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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