US-Anleihen: „Anleger haben die Rendite nach oben getrieben“

US-Anleihen
„Anleger haben die Rendite nach oben getrieben“

Marktteilnehmer am Anleihemarkt wollen sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Bei US-Anleihen sei laut Analysten der Höhepunkt erreicht und nicht gerechtfertigt. Bundesanleihen notieren kaum verändert.
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Die deutschen Bundesanleihen haben am Dienstagmorgen kaum verändert tendiert. Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren notierte zuletzt mit 1,60 Prozent praktisch auf Vortagesniveau, nachdem sie am Vortag nachgegeben hatte. Der Bund-Future legte zuletzt um 24 Basispunkte zu auf 142,88 Prozent.

„Die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes werden heute in der Eurozone und in den USA für Aufmerksamkeit sorgen”, schrieben die Volkswirte Violia Julien und Ulrich Wortberg von der Helaba in Frankfurt. Während von Bloomberg News befragte Ökonomen für Deutschland mit einem Stand von 55,3 rechnen, gehen sie bei den übrigen Staaten von Zahlen unter der Expansionsschwelle von 50 aus. Am Nachmittag folgt der ISM-Index für den Dienstleistungssektor der USA, der ebenfalls Impulse geben könnte.

Österreich wird um 11.00 Uhr Anleihen mit Laufzeiten bis 2019 und 2022 emittierten. Am Morgen waren die Kurse der österreichischen Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit relativ unverändert, die Rendite belief sich auf 1,93 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen waren die Kurse kaum verändert. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag zuletzt bei 1,96 Prozent.

Anzeichen eines stärkeren Anstiegs sieht Ali Jalai, Händler der Scotiabank in Singapur, nicht. „Es ist definitiv nicht an der Zeit, bei Anleihen short zu gehen”, sagte Jalai. „Marktteilnehmer haben die Renditen nach oben getrieben, weil sie mit einer strafferen Politik der US-Notenbank rechneten, aber das ist unsinnig. Die US-Wirtschaft bewegt sich entlang ihrer Talsohle.”

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