US-Schuldenstreit
S&P droht die USA herabzustufen

Bei den Gesprächen im US-Schuldenstreit hakt es. Sollten die Verzögerungen andauern, erwägt nun auch die Ratingagentur Standard & Poor's die USA von der Note „Aaa“ zu schubsen.
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Die Ratingagentur Standard & Poor's droht den USA wegen des ungelösten Schuldenstreits noch in diesem Monat mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Sollte es weitere Verzögerungen bei den Gesprächen geben, sei eine Senkung der Bonitäts-Bestnote „Aaa“ möglich, teilte S&P mit.

Die Wahrscheinlichkeit liege bei eins zu zwei. Das Rating der USA befindet sich damit unter besonderer Beobachtung, die Implikationen sind laut S&P negativ.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Barack Obama nach mehreren ergebnislosen Verhandlungsrunden die Abgeordneten angewiesen, im Kongress Unterstützung für einen Kompromiss zu ersuchen. Ein Sparpaket über zwei Billionen Dollar sei in Reichweite, zitierte ein Vertreter der Demokraten den US-Präsidenten. Für Freitag stehen keine weiteren Gespräche an.

Erst am Mittwoch hatte Moody's erklärt, eine Herabstufung der USA zu prüfen. Bereits im Frühjahr hatten mehrere Agenturen damit gedroht. S&P betonte nun, dass die Bonitätsnote auch im Falle einer Einigung zwischen Demokraten und Republikanern gesenkt werden könnte. Dies könnte passieren, wenn die Agentur nicht überzeugt sei, dass die Vereinbarung mittelfristig die Schuldenstruktur der USA stabilisiere.

Präsident Barack Obama braucht die Zustimmung des Kongresses, um die Verschuldungsgrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar anzuheben. Falls die Gespräche scheitern, sind die USA voraussichtlich ab dem 2. August zahlungsunfähig.

Ein solcher „Super-GAU“ in der Schuldenkrise der größten Wirtschaftsmacht würde die Finanzmärkte weltweit erschüttern. Das US-Finanzministerium erklärte, die Drohung von S&P zeige erneut, wie wichtig es sei, die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Schuldenstreit: S&P droht die USA herabzustufen "

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  • Washington stellt sich acht Tage vor Ablauf der Zeit für eine rechtzeitige Anhebung des Schuldenlimits auf den Worst Case ein, just in case.

    Das heißt nicht, dass die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten aufgegeben wird. Aber man weiß ja nie. Auch heute wird ja verhandelt.

    Es zeichnet sich nach Insider-Informationen ein fauler Kompromiss ab, der dem McConnell-Plan folgt, wonach der Präsident zu einer Anhebung des Schuldenlimits autorisiert wird, bei zunächst kleinen Einsparungen, auf die man später draufsatteln kann.

    Im Klartext: Die Streitereien werden weggezaubert, die Lösung – a lá européenne – in die Zukunft gebeamt – und weiter Geld drauf geworfen.

    Verschiedene US-Zeitungen beginnen, für ihre Leser trotzdem schon einmal zu illustrieren, wie es nach dem 2. August weitergehen kann, wenn die Streithähne doch keinen Kompromiss finden.

    http://www.fortunanetz.de/index.php

    Obama's time is running out!

  • Ich denke mal gegenüber der USA lauter Worthülsen. Ihr eigentliches Ziel im Sinne der USA ist es, Europa kaputt zu reden.

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