US-Währung
Uno warnt vor Dollarkrise

Die Ratingagentur Standard & Poor hat wegen der Schulden der USA vor einer Abwertung der Bonität gewarnt. Nun warnen auch die Vereinten Nationen vor einer Krise des Dollars. Sie sehen sogar das Risiko eines Kollaps.
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New YorkDie Vereinten Nationen haben vor einer Vertrauenskrise des Dollars gewarnt. Sollte der Greenback gegenüber anderen Währungen weiter an Wert verlieren, bestehe sogar das Risiko eines Kollapses, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichen Bericht der Wirtschaftssektion zur Lage der Weltökonomie.

Der Wechselkurs gegenüber einem Korb von Schlüsselwährungen habe den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren erreicht. Der Trend sei durch Zinsunterschiede zwischen den USA und anderen wichtigen Wirtschaftsnationen forciert worden. Zudem stiegen die Sorgen über die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen, die zur Hälfte in der Hand von Ausländern seien. Sollten Schwellenländer in massivem Umfang die US-Währung verkaufen, könnte das Risiko eines Abgleitens entstehen, sagte der UN-Ökonom Rob Vos der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Kollaps stehe zwar nicht unmittelbar bevor. Aber die Bedingungen dafür würden sich verstärken, so dass es schnell dazu kommen könnte, sollte sich die Lage an anderen Fronten nicht aufhellen. Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht und dürfen sich zunächst kein frisches Geld mehr leihen.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte unlängst vor einer Abstufung der US-Bonität von derzeit AAA gewarnt, sollte die Regierung den immensen Schuldenberg in den kommenden zwei Jahren nicht in den Griff bekommen. Eine Abwertung könnte den Status der USA als mächtigste Volkswirtschaft der Welt untergraben und den Dollar als wichtigste Währung ablösen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich frage mich ob die Ratingagenturen nicht die größten Gewinner bei solchen Ankündigungen sind?Das die USA bis jetzt sowieso noch die höchste Einstufung hat beweist doch einmal mehr wie unseriös diese Agenturen arbeiten!Jeder "private Haushalt" der in so einem Verhältnis Schulden hat wäre längst bei den Banken unten durch!Warum sollte das ganze bei einem Staat so extrem anders bewertet werden???Meiner Vermutung nach lenken Spekulanten diese Ratingagenturen.Also am besten gar nicht darauf hören.Ein weiteres Indiz dafür ist das es noch keine "europäische Agentur" gibt.Die meisten kommen aus den USA!!!Also Dollarfreundlich!?

  • Noch eine kleine Randbemerkung,
    ihr könnt spielen, welches Spiel ihr wollt.
    Ich habe mich entschlossen mit dem Dollar unter zu gehen.

  • Aufhören neue zu drucken und die Schulden mit Steuereinnahmen begleichen, dann wird alles gut.

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