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Staatsanleihen: Experten raten zu kurzen Laufzeiten

An den internationalen Rentenmärkten blicken viele Anleger in dieser Woche bereits auf die nächste Leitzinserhöhung in den USA, die am 31. Januar beschlossen werden dürfte. Nachdem dort seit einigen Tagen bereits die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen unterhalb der von zweijährigen Treasuries liegt, könnte dann auch die äußerst seltene Situation auftreten, dass das Niveau der Zehnjährigen dort sogar unter den Geldmarktzins fällt.

scc FRANKFURT. „Inverse Zinsstrukturen haben an den Finanzmärkten zuweilen schon fast den Status, den Kometen im Mittelalter für viele Menschen hatten“, sagt Carsten Klude von M.M. Warburg. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe lag am Freitag bei 4,35 Prozent, die der zweijährigen bei 4,36 Prozent.

Auch für den europäischen Raum raten Experten wie Stefan Steib von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) inzwischen zu Zinsanlagen mit einem kürzeren Zeithorizont. Sie bieten Anlegern mehr Handlungsspielraum, sagt er. Und das, obwohl beispielsweise deutsche Staatsanleihen noch weit von einer inversen Zinsstruktur entfernt sind. Am Freitag lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 3,36 Prozent, die der zweijährigen dagegen nur bei 2,89 Prozent. Es sind viel eher die Unterstützungsfaktoren, die mit Fortschreiten des weltweiten Konjunkturzyklus weniger werden.

Für den Bund-Future sehen die Experten von Trinkaus & Burkhardt in nächster Zeit weitere Abwärtsrisiken. Das Barometer, das am Freitag bei 121,44 Prozent um 12 Prozentpunkte im Minus schloss, sollte nach deren Einschätzung in dieser Woche die Marke von 121 Prozent testen.

Am Markt für Unternehmensanleihen sehen die Experten von Helaba Trust trotz der in der vergangenen Woche platzierten Großemission der spanischen Telefónica über insgesamt knapp sechs Mrd. Euro keinerlei Anzeichen für eine Überhitzung.

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