Volumen von 230 Millionen Euro
Fifa sichert WM 2006 mit Katastrophenbond ab

Der Fußball-Weltverband (Fifa) geht bei der Absicherung der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ganz neue Wege. Weil seit den Anschlägen vom 11. September 2001 die Prämien zur Absicherung von Großereignissen in astronomische Höhen gestiegen sind, legt die Fifa am Kapitalmarkt einen Katastrophenbond auf.

HB/dpa ZÜRICH. Die Ausfallanleihe über 350 Mill. Schweizer Franken (rund 230 Mill. €) wird zunächst hinterlegt und an die Investoren plus Zinsen zurückgezahlt, wenn die Titelkämpfe vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 planmäßig über die Bühne gehen. Damit sichert sich der Weltverband gegen Gefahren durch Naturkatastrophen oder politische Ereignisse ab.

Dies ist seit den Terroranschlägen von New York für die Ausrichter von Großereignissen zum kostspieligen Problem geworden, wie die Fifa schon zu spüren bekam. Noch immer liegt sie im Rechtsstreit mit dem französischen Versicherungskonzern Axa, der nach dem 11. September den Vertrag für die WM 2002 in Südkorea und Japan aufgekündigt hatte. Zu weitaus schlechteren Konditionen hatte der Weltverband anschließend die Titelkämpfe beim amerikanischen Konzern NIC abgesichert.

Mit der nun erfolgten Transaktion am Kapitalmarkt macht die Fifa aus der Not eine Tugend und geht einen beispiellosen Weg. Bis zum Monatsende soll unter Führung der Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) die Anleihe platziert werden. Mit welchem Zinssatz dieser Bond schmackhaft gemacht werden soll, wurde nicht bekannt.

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