Vonovia-Anleihen
Immobilienriese tütet Finanzierung für Milliarden-Deal ein

Für die feindliche Übernahme der Konkurrentin Deutsche Wohnen hat Vonovia nun die Finanzierung gesichert. Über mehrere Anleihen sammelte der Konzern insgesamt drei Milliarden Euro ein.

FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat einen weiteren Meilenstein für die feindliche Übernahme der Konkurrentin Deutsche Wohnen erreicht. Der Konzern sammelte über mehrere Anleihen insgesamt drei Milliarden Euro ein, wie Vonovia am Donnerstag mitteilte.

Das Geld soll unter anderem für die Barkomponente der Offerte verwendet werden, die inklusive Schulden 14 Milliarden Euro schwer ist. Die mehr als zweifach überzeichneten Bonds wurden am Ende in drei Tranchen platziert - mit einem gewichteten Zinskupon von 1,69 Prozent pro Jahr bei einer durchschnittlichen Laufzeit von über fünf Jahren.

Bislang läuft die Übernahme aus Vonovia-Sicht nach Plan: Erst gaben die eigenen Aktionäre für die nötige Kapitalerhöhung grünes Licht, dann segnete das Kartellamt die Pläne ab. Das letzte Wort haben nun aber die Deutsche-Wohnen-Anleger. Sie können ihre Papiere noch zum 26. Januar andienen. Vonovia hat die nötige Mindestquote bei 50 Prozent plus eine Aktie festgelegt.

Der Deutsche-Wohnen-Vorstand lehnt ein Zusammengehen nach wie vor ab, weil ihm der Preis zu niedrig ist und er nicht an die versprochenen Synergien glaubt. Das Management hofft, dass sich nicht genug Anleger finden, die ihre Aktien verkaufen. Sollte die Übernahme scheitern, will Vonovia mit dem frisch eingesammelten Geld Finanzkreisen zufolge alte und teurere Finanzierungen ablösen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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