Vor Euro-Gipfel
Portugal muss höhere Zinsen zahlen

Das Land zahlt etwas mehr für die Aufnahme neuer Schulden, für Spanien und Italien entspannt sich die Lage ein wenig.
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LissabonPortugal muss vor dem Euro-Gipfel zur Schuldenkrise etwas höhere Zinsen am Geldmarkt zahlen. Die Rendite stieg bei der Emission von Papieren mit Laufzeit von drei und sechs Monaten leicht an, wie die portugiesische Finanzagentur mitteilte. Für beide Laufzeiten verlangten die Investoren nun knapp fünf Prozent Zinsen. Zugleich war aber die Nachfrage nach den Anleihen höher als noch Mitte Juni.

Die Aussicht auf Ankäufe von Staatsanleihen durch den Euro-Rettungsschirm verhalf den Papieren anderer hoch verschuldeter Staaten dagegen zu einer Atempause. Die Ausfallversicherung für fünfjährige irische Anleihen verbilligte sich um 54 Basispunkte auf 1085 Basispunkte, die Versicherung portugiesischer Anleihen kostete 81 Basispunkte weniger.

Zugleich sanken die Renditen der spanischen und italienischen Anleihen. „Die EU hat gesagt, dass erwägt wird, den EFSF Anleihen am Markt aufkaufen zu lassen“, sagte ein Händler. „Das heißt, dass über einen letzten Rettungsanker und Kreditgeber gesprochen wird.“

Am Donnerstag kommen die Regierungs- und Staatschefs der Euro-Zone zu einem Krisengipfel in Brüssel zusammen, um über ein zweites Paket für Griechenland zu beraten. Gespräche über die Privat-Beteiligung verzögerten Euro-Zonen-Kreisen zufolge den Beginn des Treffens. Vor allem Deutschland pocht auf eine Beteiligung der Gläubiger-Banken an einem zweiten Griechenland-Paket.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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