Vor EZB-Sitzung
Anleihen aus Krisenländern bleiben gefragt

Der Run auf Anleihen aus der europäischen Peripherie hält weiter an: Vor einem EZB-Treffen sind die Papiere weiter stark gefragt. Zehnjährige Bundesanleihen bringen hingegen immer weniger.
  • 0

Zehnjährige Bundesanleihen waren am Montag fest. Den August hatten Bunds mit dem achten Monatsgewinn in Folge beendet. Spekulationen über potentielle Ausweitungen der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hatten die Papiere in den vergangenen Wochen unterstützt. Der EZB-Rat tagt am Donnerstag dieser Woche.

„Nach dem Erreichen neuer Höchststände in der vergangenen Woche könnte die Rally in Bunds eine Verschnaufpause einlegen, denn Draghi könnte diese Woche die Erwartungen wahrscheinlich enttäuschen”, schreiben Commerzbankanalysten Benjamin Schröder und David Schnautz in einer Einschätzung. In dieser Woche könnten US-Daten nach dem US-Feiertag weiter für Gegenwind sorgen, während die geopolitische Risiken Abwärtsbewegungen in Schach halten sollten.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zuletzt bei 0,99 Prozent einen Basispunkte niedriger. Am Terminmarkt fiel der Bund-Future um einen Basispunkt auf 151,54 Prozent. Auch zehnjährige Anleihen aus Spanien und Italien legten zu und rentierten zuletzt je drei Basispunkte höher. Zuvor waren Daten zu Einkaufsmanagerindizes in Spanien schwächer als erwartet ausgefallen waren. Die Rendite von US-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit war zuletzt kaum verändert bei 2,34 Prozent.


Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vor EZB-Sitzung: Anleihen aus Krisenländern bleiben gefragt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%