Wegen Euro-Krise Fitch warnt vor US-Bankenbeben

Europas Schuldenkrise ängstigt Amerika. Eine Ratingagentur warnt vor einem Schock für US-Banken. Und der Chef des weltgrößten Anleihe-Investors fürchtet: Den USA könnte das gleiche Schicksal drohen wie Griechenland.
Update: 17.11.2011 - 13:16 Uhr 21 Kommentare

Ratingagentur schlägt Alarm für US-Banken

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone kann nach Einschätzung der Rating-Agentur Fitch auch US-Banken in Mitleidenschaft ziehen. Würden die Probleme nicht bald gelöst, werde sich der Ausblick für die Bonitätsnoten der US-Institute verschlechtern, teilte die Agentur am Mittwochabend mit. „Die Risiken eines negativen Schocks nehmen zu.“ Damit sei der „stabile Ausblick“ in Gefahr. In der Regel wird dieser dann erst einmal auf „negativ“ gesetzt, bevor die Ratings gesenkt werden.

Betroffen seien vor allem US-Banken mit einem großen Kapitalmarktgeschäft, warnte Fitch. An der Börse setzte die Nachricht den Aktien von Goldman Sachs und Morgan Stanley, zwei der führenden Investmentbanken der Wall Street, zu. Sie verloren vier beziehungsweise acht Prozent ihres Wertes.

Fitch-Analyst Christopher Wolfe sagte, US-Banken hätten ihre Handelsaktivitäten in Europa in den vergangenen Jahren immer mehr zulasten des Kreditgeschäftes ausgebaut. Nun seien dementsprechend die Einnahmen aus dem Kapitalmarkt-Bereich in Gefahr, weil etwa ein Drittel des Handels in Europa stattfinde.

Eine Ansteckung der US-Banken könnte auch deren Refinanzierung am Kapitalmarkt erschweren. Fitch sorgt sich vor allem darum, dass nach kleineren Euro-Ländern wie Griechenland und Portugal der Schuldenvirus nun von Italien auf die noch vergleichsweise solide dastehenden Staaten Frankreich und Deutschland überspringen könnte. Hier seien die US-Banken noch stärker engagiert, warnte die Agentur.

Aus Sicht der US-Notenbank Fed können die amerikanischen Geldhäuser eine Eskalation der Euro-Schuldenkrise aushalten. „Wir haben sehr viel gemacht, um den Bankensektor vorzubereiten“, sagte Jeffrey Lacker von der Richmond Fed zu Journalisten. So müssten die Häuser unter anderem mehr Kapital vorhalten und ihre Liquiditätspuffer aufstocken. „Das wäre alles hilfreich, wenn es zu so einem Ereignis kommt.

Nach Einschätzung von Mohamed El-Erian, Vorstandschef des weltgrößten Bond-Investors Pimco, könnte den USA eine ähnliche Entwicklung wie in Griechenland drohen: „Das, was wir in Griechenland im Schnelldurchlauf erleben, könnte eines Tages auch die USA erfassen, wenn sich die dortige Politik nicht ändert“, sagte El Erian dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Er befürchte, dass die Amerikaner eines Tages wie die Griechen aufwachen und feststellen, dass sie zu sorglos waren und die Bilanz ihrer Notenbank zu sehr überdehnt haben.

  • rtr
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21 Kommentare zu "Wegen Euro-Krise: Fitch warnt vor Bankenbeben in USA"

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  • Es betrifft das komplette westl. System.

    Fakt 1: Geld wird von Banken nicht verliehen, sondern per Buchung im Computer erschaffen, d.h. ein Kredit für Person B kommt nicht durch Verleihung des Geldes von Person A zustande, sondern wird neu erschaffen, aus dem Nichts.

    Fakt 2: Auf diesen Kredit des Geldes, das die Banken nicht haben, wird der Zins fällig.

    Fakt 3: Die Rückzahlung des Kredites und des Zinses kann dann auch gar nicht möglich sein, da der Zins nicht im Kreislauf vorhanden ist, d.h. eine komplette Rückzahlung ist unmöglich.

    Fakt 4: Um den Zins rückzahlen zu können, muss entweder a.) jemand anders Geld weggenommen werden, oder b.) ein neuer Kredit aufgenommen werden.

    Fakt 5: Der Zins ist ein ZinsesZins, der exponentiell ist, und damit die Problematik zeitlich nach hinten vergrößert.

    Fakt 6: Durch den exponentiellen Verlauf wird der Zins irgendwann so gross, dass die komplette aufgenommene neue Kreditmenge nur noch für Zins ausgegeben werden muss. Dann erfolgt der Crash.

    Zusammenfassung: Das aktuelle Finanzsystem ist geschaffen worden, ohne jemals die komplette Rückzahlung zu ermöglichen. Das betrifft z.Zt. im Focus
    den Eur, der komplette Zusammenbruch kommt, allein der Zeitpunkt ist offen.

    >Franz Hörmann
    >wissensmanufaktur dot net/vorträge
    >Berd Senf

  • Die Casino-Staaten sind pleite: USA haben heute 150 Billionen (deutsch) an Staatsverschuldung; zum Jahresende 100%BNP. UK verdient 30% BP mit dem Finanzsektor und nur 11% mit dem Prod. Gewerbe.
    Ergo: Alle sind pleite, nur D. nicht. Überlege, ob es nicht besser ist, wenn D. aus dem Euro ausschert: 1:1 € in DM (neu).
    Die anderen können sich entsprechend ihrer Kultur weiter verschulden.
    Deutschland stört nicht mehr, aber verhebt sich auch nicht.

  • Mit dieser lächerlichen Verschwörungstheorie aus der Mottenkiste hoffen Sie wohl, den doofen deutschen Steuerzahler weiter in Schockstarre zu halten, damit er weiter die Schulden anderer Staaten zahlt? Wird nicht klappen, denn allmählich sieht es selbst der dümmste Michel: Raus aus der Transferunion ist die einzige Überlebensmöglichkeit der Deutschen. Darin stimmen übrigens fast alle deutschen Wirtschaftswissenschaftler überein, s.z.B.: http://www.faz.net/artikel/C30638/massenpetition-deutscher-vwl-professoren-oekonomen-gegen-groesseren-euro-rettungsschirm-30328668.html. Ist schon ein paar Wöchelchen her, aber brandaktuell. Zu den Verschörungstheoretikern ein altes Sprichwort als Replik: Wenn der Fuchs predigt, dann nehmt die Gänse in Acht!

  • Und das alles nur, weil einige Politiker - allen voran Angela Merkel und Nicolas Sarkozy - die Euro-Zone wider jede ökonomische Vernunft zusammenhalten wollen. Die Finanzmärkte interessiert das wenig, sie wollen wissen, wie Griechenland und Konsorten wieder wettbewerbsfähig werden wollen. Denn nur dann können sie langfristig ihre Schulden bedienen. Solange diese entscheidende Frage nicht beantwortet wird, ändert sich auch an der Krisensituation nichts.
    Die nationale Opposition wiederum nutzt die Unvernunft der Staats- und Regierungschefs gnadenlos aus; sie verweigern der Regierung jede Unterstützung, in der Hoffnung, selbst an die Macht zu kommen. Und das in dem sicheren Wissen, dass ihr Land nicht insolvent werden kann. Denn die EZB hat die Staatsfinanzierung bereits übernommen, wenn auch über den Umweg des Sekundärmarktes - die Banken sollen schließlich auch davon profitieren.
    Und ein weiterer Aspekt kommt hinzu: Weil die Staats- und Regierungschefs die Euro-Zone um jeden Preis zusammenhalten wollen, können die Investoren auch nahezu jeden Preis für den Ankauf von Staatsanleihen verlangen. Die Politik hat sich selbst erpressbar gemacht, weil sie nicht akzeptieren kann, wie Märkte ticken.


  • die Meldung erregt keinen, nicht mal der Umstand, dass die OK/Mafia über ihre Bank das grosse Ding drehte. In Osteuropa ein probates Mittel bestimmter Kreise, die, und dies sollten EU Granden langsam kapieren, Griechenland fest im Griff haben. Griechische Politiker gelten eher als "puppets", im Hintergrund ziehen globale MRD-Jungs die Fäden. Siehe diesen erfolgreichen 700 MIO Schachzug.

    Insofern lasst uns die Tage geniessen, dumme Banker, dumme Politiker, clevere Mafioso. Und dumme Amerikaner, die Europa unverändert irrig, einfach strukturiert bewerten. Zypern ( gr. Handelsraum besagter "Offshorefreunde" ) wartet bald mit weiteren Hiobbotschaften auf. Dann ist Schicht im Schacht. Ausser wir verpfänden für die Mafia Hab und Gut.

  • Es ist doch völlig klar. Die USA sieht seine Felle auf politischer und wirtschaftlicher Ebene weltweit davon schwimmen. Niemand ist mehr bereit die Kriege der USA mit zu finanzieren. China, Indien, Russland etc. haben gegenüber den USA jetzt schon die besseren Karten. Die Briten stehen nicht zur EU bzw. zu Europa und machen mit den USA gemeinsame Sache. Die heimliche Weltregierung versucht nun über die Destabilisierung der Finanzmärkte einen 3. Weltkrieg der anderen Art zu entfachen. Das erste Ziel dabei ist, Europa wieder auseinander zu dividieren und dadurch zu schwächen. Das war schon immer der Plan B bestimmter Kräfte in den USA und GB. Dieser Plan B soll jetzt endlich in die Tat umgesetzt werden. Die Administration Bush, die FED unter Greenspan, Goldman Sachs, wahrscheinlich auch der CIA sowie viele andere Helfer weltweit haben diesen Krieg begonnen und wollen ihn siegreich beenden.

  • Bis zum heutigen Tag können sich nur Banken der Wall Street und der City damit brüsten,das Bankensystem beinahe in den Abgrund gerissen zu haben. Der Absturz konnte nur vorübergehend vermieden werden, weil die Staaten den Steuerzahler tief in die Tasche griffen.Wie im Wilden Westen - ein Schuss aus der Hüfte ohne großes Nachdenken.
    Wie sagt ein Chinesische Sprichwort: Der Idiot sieht immer nur den Finger des Weisen und nicht das, auf das er deutet

  • Das Peinliche an diesen CDS ist eigentlich, daß keiner
    weiß wer eigentlich die Haftung dafür übernimmt oder
    übernehmen will und der Schwarze Peter hin und her ge-
    schoben wird. Das paßt alles in dieses Chaosschema!!

  • Schon in der Finanzkrise 2007/2008 war schnell klar, dass die pure Größe der Institute eine Gefahr beinhaltet. Trotzdem hat man zugelassen, dass sich die Bank of America in der Krise signifikant vergrössert.

    Was würde man wohl von einem Ingenieur halten, der nach einem Wassereinbruch den Keller mit einem Heizgebläse trocknet aber das einbrechende Wasser nicht stoppt! Nun - wir würden fragen, was ist das denn für ein Idiot?

  • Lasst es endlich BEBEN, damit die Sache mal ein Ende hat, denn "Jedes Ende bedeutet einen neuen Anfang", das hat vor 500 Jahren schon L.da Vinci gesagt. Hat immer noch Bestand.
    Wir alle brauchen FReiheit und Frieden, der Rest kommt dann von alleine!

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